13-03-09-historischer-stadtrundgang

09.03.2013

Historischer Rundgang zu Stätten der Arbeiterbewegung in der Südlichen Friedrichstadt

09.03.2013, 14:00
Veranstalter: SPD Südliche-Friedrichstadt
Referent: Sebastian Forck
Treffpunkt und Station 1: IG-Metall-Haus, Alte Jakobstraße 148 - 150 Mit der Fertigstellung des Gebäudes im Jahre 1930 erfolgte der Umzug der Hauptverwaltung des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV), dem Vorläufer der heutigen IG Metall, von Stuttgart nach Berlin. Anfang Mai 1933 wurde das Gewerkschaftshaus von den Nazis gewaltsam besetzt und der Deutschen Arbeitsfront übertragen. 1945, kurz vor Ende des Krieges, brannte es aus. Seit der Renovierung im Jahre 1952 ist es die Verwaltungsstelle der IG Metall Berlin. Station 2: SPD-Parteivorstand, Lindenstr. 3 (heute Lindenstr./Ecke Brandesstr.) Hier befand sich seit 1914 der Parteivorstand der SPD sowie Redaktion und Druckerei des Vorwärts. In den darauf folgenden Jahren wurde der Komplex durch Zukäufe weiter vergrößert, so dass die Partei schließlich über ca. 27.000 qm verfügte. Der gesamte Gebäudekomplex wurde am 9.3.33 endgültig von der SA besetzt. Station 3: Gebäudekomplex Belle-Alliance-Platz 6-8 (heute Mehringplatz/Brandesstr.) In diesem Haus waren der Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt mit seiner Wohlfahrtsschule, die Sozialistische Arbeiterjugend (SAJ) und die sozialdemokratische Buchgemeinschaft "Der Bücherkreis" untergebracht. Das Haus wurde im Krieg völlig zerstört. Station 4: Deutscher Baugewerksbund, Friedrichstr. 5-6 Dieser Vorläufer der heutigen IG BAU hatte seinen Geschäftssitz im November 1929 von Hamburg nach Berlin verlegt. Der Baugewerksbund, der Ende der 1920er Jahre ca.500.000 Mitglieder zählte, war aktives Mitglied der Eisernen Front, dem Zusammenschluss von SPD, Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Gewerkschaften und Arbeitersportvereinen zur Verteidigung der Weimarer Republik. Station 5: Zentralverband der Angestellten, Hedemannstr. 12 In diesem 1930 ausgebauten Gebäude war seitdem die Ortsgruppe Groß-Berlin des Zentralverbandes der Angestellten zu Hause. Der ZdA hatte sich 1920 mit anderen freien Angestelltenverbänden zum Allgemeinen freien Angestelltenbund (AfA-Bund) zusammen geschlossen. 1931 hatte der AfA-Bund ca. 435.000 Mitglieder. Er befand sich in starker Konkurrenz mit den christlich-national und liberal orientierten Angestelltenverbänden. Station 6: Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 141 Das Willy-Brandt-Haus ist seit 1996 der Sitz der Bundes-SPD. Mit der Entscheidung für Kreuzberg kehrte die SPD nach über 60 Jahren an ihre alte Wirkungsstätte zurück, in die unmittelbare Nähe ihrer früheren Zentrale in der Lindenstraße 3. Ein Kreis hat sich geschlossen. Mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Treffpunkt und Station 1: IG-Metall-Haus
Alte Jakobstraße 148-150
10696 Berlin