11-12-05 FES Lesung Deutschsein

05.12.2011

Deutschsein? Zum Umgang mit einer schwierigen Identität II

05.12.2011, 18:00
Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung
Konferenzsaal der Friedrich-Ebert-Stiftung Haus 1
Hiroshimastraße 17
10785 Berlin-Tiergarten
Buslinie 100 bis Haltestelle Lützowplatz Buslinie M 29 bis Haltestelle Hiroshimasteg Buslinie 200 bis Haltestelle Tiergartenstraße Vom Flughafen Tegel Buslinie 109 und X9 bis Bahnhof Zoo, dann Buslinie 200 oder 100 Parkmöglichkeiten stehen leider nicht zur Verfügung.
 

Lesung und Gespräch

Deutschsein? Zum Umgang mit einer schwierigen Identität II

Wir treffen uns in einer Zeit, in der die deutsche Gesellschaft mit Erschrecken erkennen muss, dass Rassismus ein Phänomen der Mitte ist. Abgrenzung und Ausgrenzung von „Anderen“ sind seit Jahren an der Tagesordnung, Vorurteile leiten und verleiten Ermittlungen. Die Konstruktion des „Eigenen“ erfolgt noch viel zu oft über Abwertung und Konstruktion des „Fremden“.
Wir wollen uns an diesem Abend der schwierigen deutschen Identität  nähern. Ausgangspunkt unserer Überlegungen und Gedanken ist das Buch von Zafer Şenocak Deutschsein. Eine Aufklärungsschrift aus dem der Autor lesen wird ebenso, wie der Input von Prof. Dr. Norbert Frei zum Zusammenhang von Deutscher Geschichte, Identität und Sprache.
In seinem Buch Deutschsein. Eine Aufklärungsschrift argumentiert Zafer Şenocak, dass die gebrochene deutsche Identität im Sinne der fehlenden positiven Bezugsgrößen in der deutschen Geschichte verhindert, eine positive Sprache zu entwickeln, mit der positiv und inklusiv über sich selbst und über „Andere“ gesprochen werden kann.
Wir wollen uns mit Hilfe des Vortrags und der Lesung aus dem Buch von Şenocak der komplexen deutschen Identität nähern, wollen über Heimat, Zugehörigkeit und die emotionale Bedeutung der eigenen Identität sprechen und fragen, wie sich dies in der Sprache zeigt. Wer sind wir, wie sehr mögen wir uns und wie sprechen wir in der Folge über- und miteinander? Sind
wir in der Lage eine inklusive Sprache zu sprechen? Eine Sprache, die nicht Anpassung verlangt, sondern Einfühlungsver mögen lebt und Anerkennung schafft?
Berlin, als Metropole der Diversität muss eine Sprache entwickeln, mit der einbezogen und nicht ausgegrenzt wird. Eine Sprache, die Verbindungen möglich macht und Identität stiftet, wo die alten Modelle schon lange nicht mehr greifen

 

Programm
17.30 Uhr Begrüßungsgetränke und Kekse
18.00 Uhr Begrüßung Nicole Zeuner, Friedrich-Ebert-Stiftung
18.05 Uhr Deutsche Geschichte – Deutsche Identität – Deutsche Sprache
Prof. Dr. Norbert Frei, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der
Friedrich-Schiller-Universität Jena
18.35 Uhr Lesung: Zafer Şenocak: Deutschsein. Eine Aufklärungsschrift
19.00 Uhr Gespräch zwischen Zafer Şenocak und Prof. Dr. Norbert Frei
19.30 Uhr Beginn der Diskussion
20.00 Uhr Verbindende Gedanken bei Wein und Brot
Moderation: Shelly Kupferberg