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Archiv der Berliner SPD
 

Archiv der Berliner SPD

Hier können Sie im Archiv unserer Internetseiten ältere Beiträge und Beschlüsse nachlesen. Oder Sie nutzen einfach die Suchfunktion.

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir begrüßen Sie beim aktuellen Newsletter der Berliner SPD. 

Wowereit zum Energiegipfel: Energiewende nicht einseitig den Verbrauchern aufbürden

Im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher muss die Verteuerung der Energiekosten begrenzt werden, forderte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der am Energiegipfel der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt teilnahm. Bisher kämen für die Energiewende "zu einem wesentlichen Teil die Verbraucherinnen und Verbraucher auf". Eine konkrete Forderung sei deshalb die Überprüfung der Ausnahmen für Unternehmen bei der Umlage nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG), bei den Netznutzungsentgelten und bei der Stromsteuerreduzierung.

Wowereit: „Da geht es um teils milliardenschwere Ausnahmetatbestände, an die wir im Interesse der Menschen heran müssen. Die Bundesregierung zeigt sich in dieser Hinsicht außerordentlich hartleibig, aber es darf nicht sein, dass die Verbraucher die einzigen sind, die für die Energiewende zahlen, während die Industrie in solchem Maß verschont bleibt.“ Allein die Befreiung von der EEG-Umlage kostet 2012 rund 2,5 Milliarden Euro (2013 voraussichtlich über 4 Milliarden Euro), die Befreiung von Netzentgelten bedeutet 2012 Einnahmeverluste in Höhe von 440 Millionen Euro, und bei der Stromsteuerreduzierung verzichtet der Fiskus in diesem Jahr auf rund 2,3 Milliarden Euro.

 

Arbeitssenatorin Kolat: "Wert der Arbeit muss erkennbar werden"

 

Berlin soll zur "Hauptstadt der Guten Arbeit" werden. Das ist das Ziel von Arbeitssenatorin Dilek Kolat. „Ich will, dass der Wert der Arbeit für die Menschen in unserer Stadt wieder erkennbar und erfahrbar wird", erklärte sie zum Auftakt einer Konferenz  ihrer Senatsverwaltung in Berlin. "Dabei verfolgen wir mit unserem Programm BerlinArbeit ambitionierte Ziele."

So strebt Arbeitssenatorin Dilek Kolat die Senkung der Arbeitslosigkeit unter die Marke von 200.000 Menschen bis 2014 an. „Wir wollen gleichzeitig die Jugendarbeitslosigkeit, eines der größten Probleme auf dem Berliner Arbeitsmarkt, bis 2016 in einem ersten Schritt unter zehn Prozent senken“. Derzeit liegt diese Quote bei 13 Prozent."
Senatorin Kolat forderte, prekäre Beschäftigungsformen zurückzudrängen. „Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen atypischer Beschäftigung einerseits und nicht existenzsichernder Entlohnung und schwierigen Arbeitsbedingungen andererseits. Gute Arbeit heisst für mich auch Sicherheit des Arbeitsplatzes und eine existenzsichernde Entlohnung“.
Dilek Kolat appellierte an die Unternehmen: „Diese sind gefordert, gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Davon profitieren die Betriebe genauso wie die Beschäftigten. Der Senat wird seinerseits darauf achten, dass die Regeln auf dem Arbeitsmarkt eingehalten werden. Mit den Sozialpartnern erarbeiten wir derzeit eine Vereinbarung, mit der wir die Tarifautonomie stärken wollen. Und im Bundesrat setzen wir uns für gute Arbeitsbedingungen ein.“
Auf der Konferenz der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen in dieser Woche  ging es um den Austausch zwischen Wissenschaftlern, Politikern und Praktikern aus Verwaltung und Trägern über die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Berlin. Dazu sollen auch die Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern genutzt werden.

 

Ein Jahr nach dem Bekanntwerden der NSU-Morde: Aufruf zur Demonstration am 4. November

Vor einem Jahr, am 4. November 2011, wurde bekannt, dass über 13 Jahre eine neonazistische Gruppierung existierte, die zehn Menschen tötete und bei zwei Bombenanschlägen unzählige verletzte.

Ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und antifaschistischen Gruppen ruft dazu auf, am kommenden Sonntag ab 15.30 Uhr vom U-Schlesisches Tor zum BKA-Gebäude (Am Treptower Park 5-8) zu demonstrieren. Der Koordinierungskreis der AG Strategien gegen rechts der SPD Berlin unterstützt den Aufruf. Gemeinsamer Treffpunkt ist um 15.30 Uhr an der Ecke Schlesische Straße/ Oberbaumstraße.

Das mitunter unvorstellbare Behördenversagen hat ein tiefes Misstrauen in öffentliche Institutionen und Einrichtungen hinterlassen, das uns politisch noch lange begleiten wird und uneingeschränkte Aufklärung erfordert. Die SPD wird diese Aufklärung entschieden vorantreiben und leistet unter anderem in Person unserer Bundestagsabgeordneten Dr. Eva Högl bereits jetzt wichtige Arbeit im NSU-Untersuchungsausschuss.

Die AG Strategien gegen rechts der Berliner SPD ruft auf, die Solidarität mit den Opfern und ihren Hinterbliebenen und den Protest gegen die schleppend verlaufende Aufklärung im Rahmen einer Großdemonstration auf die Straße zu tragen. Die Sozialdemokratie steht für eine bunte, offene und solidarische Gesellschaft und gegen rechten Terror, Hass und Angst. Für diese Werte lohnt es sich auf die Straße zu gehen!

 

Landesparteitag am 27. Oktober: Die Ergebnisse

Einen ergebnisreichen Landesparteitag hat die Berliner SPD am vergangenen Sonnabend absolviert. Der Parteitag wurde live im Internet übertragen, dies soll, so ein Beschluss, auch künftig wieder erfolgen.

Die Berliner SPD setzt sich für eine lebensstandardsichernde und armutsfeste Rente ein. In ihrem Beschluss auf dem Landesparteitag am vergangenen Wochenende wurde ein weiteres Absinken des Rentenniveaus abgelehnt. Auf einem Parteikonvent am 24. November will die Bundes-SPD ein Gesamtkonzept verabschieden.

Alle  Reden und große Teile der Antragsdebatte stehen zum Anhören als MP3-Dateien zur Verfügung. Die wichtigsten Reden können auch als Video  angesehen werden.  Einen Überblick  finden Sie auf der Seite zum Landesparteitag. Alle Videos sind auch auf dem Youtube-Kanal der Berliner SPD zu finden oder in unserer Videothek.

Die Beschlüsse des Landesparteitags:

 

Landesparteitag am 27.Oktober 2012: Rede von Jan Stöß

Landesparteitag, 27.10.2012,
 

Soziale Gerechtigkeit ist unser Antrieb, sagte der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß in seiner Rede. Er wies darauf hin, dass die Berliner SPD sich heute zu ihrem 150. Parteitag treffe. "150 mal ging es um unser Kernanliegen, die soziale Gerechtigkeit in unserer Stadt."

Stöß  warnte davor, dass Altersarmut auf breiter Front drohe. "Wer sein Leben lang gearbeitet und Rentenbeiträge gezahlt hat, darf im Alter nicht auf Grundsicherung angewiesen sein."

Seine Forderung: "Wir sollten die gute Finanzlage der Rentenkasse nutzen, um jetzt eine solide Rücklage für die Zukunft aufzubauen. Dazu müsste der Beitragssatz jährlich um nur sehr moderate 0,2 Beitragspunkte angehoben werden." Das seien 2,60 Euro im Monat.  "Für nur 2,60 Euro mehr im Monat können wir uns eine Rente leisten, von der man im Alter auch leben kann." 74 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, so Stöß, lehnten die Entscheidung des Bundestags ab, die Rentenbeiträge zu senken.

Stöß betonte die Bedeutung eines gesetzlichen Mindestlohns. Immer mehr Menschen seien gezwungen, zum Niedriglohn zu arbeiten. Fast ein Viertel der Beschäftigten arbeite im Niedriglohnbereich. Zwölf Prozent der Beschäftigten verdienen weniger als 7,50 Euro brutto pro. Solche Löhne seien entwürdigend, so Stöß.

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Landesparteitag 27.10.2012 BCC
 

die Rede von Ottmar Schreiner zum Anhören (MP3-Audio, 25.1 MB) (MP3)

Nicht immer habe die Sozialpolitik die ihr zukommende Bedeutung gehabt, bedauerte der SPD-Bundestagsabgeordnete Otmar Schreiner. "Das waren nicht die besten Jahre der SPD." Auch das Ergebnis der Bundestagswahl 2009 sei ein Ergebnis der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik gewesen.

Reformen etwa im Rentenbereich hätten weit ins Wahlverhalten vieler Bürgerinnen und Bürger gereicht.

Die Einführung der Privatvorsorge in der Rente 2001 bezeichnete Schreiner als "rentenpolitischen Sündenfall". Im Jahr 2007 wurde zudem das Renteneintrittsalter angehoben. Wenn aber bei Älteren nur Bruchteile über eine existzensichernde Arbeit verfügen, dann werde das als Rentenkürzung empfunden. Bei der privaten Vorsorge sei den Menschen "das Blaue vom Himmel" versprochen worden. Die Renditen bei der privaten Vorsorge bleiben aber weit hinter denen in der gesetzlichen zurück."

"Der deutsche Arbeitsmarkt ist amerikanisiert", so Schreiner, er kritisierte scharf die Formen der "instabilen Beschäftigung", aus denen keine vernünftige Rente erwachsen könne.

Schreiner betonte die Bedeutung des Rentenniveaus in der gesetzlichen Versicherung. In Ostdeutschland verfüge kaum jemand über eine zusätzliche Rente. Wenn die gesetzliche Rentenversicherung aber nicht mehr den Lebensstandard im Alter sichere, sinke die Akzeptanz des Rentensystems.

Gute Arbeit sei der Markenkern einer sozialdemokratischen Partei, betonte Schreiner. Er wies darauf hin, dass ein Mindestlohn von 9,30 Euro notwendig sei, um nach 45 Jahren eine Rente auf Sozialhilfeniveau zu erhalten. Sinke das Rentenniveau weiter, seien bereits mehr als 11 Euro Stundenlohn notwendig. Schreiner verwies auf die Vorschläge des DGB zur Sicherung des Rentensystems. Er warnte vor einem Absenken des Rentenniveaus, dies sei eine Schlüsselfrage, sagte er in seiner von viel Beifall unterbrochenen Rede.
Wenn man sich für eine Parte entscheide, dann sei klar, dass die Mitarbeit nicht immer nur Sonnenschein bedeute, sondern auch manche Niederlage, sagte Schreiner. Er sei 1969 in Zehlendorf in die SPD eingetreten. Aber für ihn sei heute klar: Er würde dies immer wieder tun.

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Landesparteitag am 27.Oktober 2012: Leitantrag zur digitalen Teilhabe

Referat von Prof. Dr. Ilona Wuschig (MP3-Audio, 20.9 MB) (MP3)

Einführung in den Leitantrag von Philipp Steinberg (MP3-Audio, 14.4 MB) (MP3)

Die neuen demokratischen Möglichkeiten des Internet hat Prof. Dr. Ilona Wuschig von der Hochschule Magdeburg-Stendal in ihrem Beitrag aufgegriffen. Polikerinnen und Politiker sollten ihre Facebook-Profile durchaus auch dazu nutzen, Fragen zu stellen. Über soziale Netzwerke könne Vertrauen aufgebaut werden. Nutzer müssten die Möglichkeit haben, sich einzubringen.Noch aber lassen Parteien meist zu wenig Interaktion zu.

Fragen der Partizipation und digitalen Teilhabe haben eine hohe Bedeutung in der Gesellschaft erhalten, so der stellvertretende Landesvorsitzende Philipp Steinberg. Eine neue Gerechtigkeitsfrage laute, wie man teilhaben könne und wie man über seine Daten selbst bestimmen könne. Steinberg: "Personenbezogene Daten dürfen nur verwendet werden, wenn die Nutzer dem ausdrücklich zugestimmt haben."

Steinberg warnte vor einer sozialen Spaltung. Der Zugang zum Internet müsse allen gleichermaßen offen stehen. Er dankte ausdrücklich dem Berliner Senat und Björn Böhning, die eine Regelung zur veränderten Störerhaftung durchgesetzt haben, um WLAN-Betreiber vor Abmahnungen zu schützen.

Steinberg setzte sich zudem für ein modernes Urheberrecht ein. "Wir sind die Partei der Arbeit, auch der geistigen Arbeit." Dabei dürfe der Schutz der Urheber nicht mit dem der Verwerter verwechselt werden.

Die Kreativwirtschaft sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt geworden. Sie müsse weiter gefördert wetrden.

Auch die Verwaltung müsse mitziehen. "Das Amtsblatt gehört ins Netz", sagte Steinberg. Es dürfe künftig keine Geheimverträge mehr geben.

"Die Berliner SPD steht für Demokratie und Freiheit, online wie offline", so Steinberg.

 

BS-Extra: Sonderausgabe zum 150. Landesparteitag

Landesparteitag 27.10.2012 BCC
 

Auf ihrem Parteitag am 27. Oktober 2012 konnte die Berliner SPD auf insgesamt 150 Landesparteitage in der Nachkriegszeit zurückblicken. Mit den Beschlüssen auf ihren Parteitagen haben die Delegierten der Berliner SPD ein wichtiges Stück Stadtgeschichte geschrieben. Sie haben den Freiheitskampf geführt, den Zusammenhalt in der Blockadezeit gestärkt. Louise Schroeder, Ernst Reuter, Otto Suhr und Willy Brandt haben die Geschicke der Stadt in schwierigen Zeiten geleitet. Von Berlin ging die neue Ostpolitik Brandts aus. Die Berliner SPD hat  über die Jahrzehnte mit Heinrich Albertz, Klaus Schütz, Dietrich Stobbe, Hans-Jochen Vogel, Walter Momper und Klaus Wowereit an der Spitze die Stadtpolitik gestaltet, sich für bezahlbaren Wohnraum und Arbeitsplätze eingesetzt, für Integration und Gleichstellung.

In einer vierseitigen Sonderausgabe der Berliner Stimme - mit dem Zeitungskopf aus den fünfziger Jahren - kann diese Geschichte jetzt nachgelesen werden.

BERLINER STIMME EXTRA zum 150. Landesparteitag  (PDF-Dokument, 1.2 MB) (PDF)

 

Klaus Wowereit: Berlins Aufschwung geht weiter

Berlin kann das stärkste Beschäftigungswachstum in Deutschland verzeichnen. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober weiter gesunken. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sieht in diesen Daten einen Erfolg der langfristigen Wirtschaftspolitik des Senats: „Berlin erzielt gegenwärtig kontinuierlich Spitzenwerte beim Beschäftigungszuwachs. Das bedeutet, dass der Senat mit seiner auf Innovation und Kreativität angelegten Wirtschaftspolitik Erfolge verzeichnet, die sich ganz praktisch auf das Leben vieler Menschen in unserer Stadt auswirken. Mehr als 10.000 Personen sind gegenüber dem Vorjahresmonat wieder in Lohn und Brot.“

„Damit“, so Wowereit, „werde das politische Versprechen eingelöst, mehr soziale Gerechtigkeit und größere gesellschaftliche Partizipation zu schaffen“. Das Berlin wirtschaftspolitisch auf dem richtigen Weg ist, zeigt auch die Standortansiedlung E.ONs in Berlin. 260 neue, hochqualifizierte und international ausgerichtete Arbeitsplätze werden geschaffen. Im Oktober 2012 waren 205.527 Personen ohne Beschäftigung. Das sind gegenüber dem Vorjahresmonat 10.274 Personen weniger. Berlin hatte im zweiten Quartal 2012 2,6 Prozent mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze als im Vorjahr. Das sind 44.300 Jobs mehr.

www.klaus-wowereit.de

 

Patinnen für das Grab von Eduard Bernstein

Grab Eduard Bernstein
 

Im Vorfeld zum SPD-Parteijubiläum haben fünf Genossinnen aus der Abteilung Friedenau eine Dauerpatenschaft für das Grab von Eduard Bernstein übernommen. Dank des Einsatzes von Ingeborg Ludwig, Eva Liebchen, Dorothee Mortensen, Martina Reichhardt und Gudrun Blankenburg leuchtet das Grab mit dem sehr würdig gestalteten Grabstein jetzt wieder und ist mit Kranz, Blumen und einem Dauerlicht geschmückt.
Dem großen SPD-Theoretiker Bernstein, der als Mitverfasser der Parteiprogramme von Gotha, Erfurt und Görlitz eine tragende Figur in der Geschichte der SPD ist, ist Schöneberg besonders verpflichtet. In Schöneberg geboren und gestorben, stellte er auch seine Kraft als Stadtverordneter und Stadtrat in den Dienst von Schöneberg.
Wer selber einen Gedenkspaziergang zum Grab machen will: Es befindet sich auf dem Friedhof Eisackstraße am Innsbrucker Platz auf dem Urnengräberfeld 12, Nummer 231.

Foto: Blankenburg

 

Klaus Wowereit: Berlin als Hauptstadt der Stifter

"Mehr als 750 Stiftungen bezeugen den Rang Berlins als Stifter-Hauptstadt. Dennoch wollen wir das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt noch weiter fördern und laden alle Interessierten ein, sich persönlich einen Überblick über die Vielfalt des Stiftungswesens in Berlin zu verschaffen", so Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Gemeinsam mit der Beauftragten des Senats für das Bürgerschaftliche Engagement, Staatssekretärin Hella Dunger-Löper, lädt er am 16. November 2012 zum 5. Berliner Stiftungstag ein.

Alle zwei Jahre ist das Berliner Rathaus Gastgeber für die Berliner Stifterinnen und Stifter, deren Initiativen und das Engagement an diesem Tag gewürdigt werden. Mehr als 70 Aussteller präsentieren diesmal das Spektrum und die Möglichkeiten stifterischen Engagements in der Hauptstadt. Der Stiftungstag zeigt die Vielfalt von Berliner Stiftungen, gibt Einblicke in das breite Engagement von Stiftungen als wichtigen Baustein der Zivilgesellschaft und will zudem eine Vernetzung unter ihnen fördern.
Der Eintritt für die Veranstaltung im Berliner Rathaus von 11 – 18 Uhr ist frei

 

Neu am Virtuellen Infostand

Neu am Virtuellen Infostand der Berliner SPD finden Sie das

 

„Thierse trifft…“ Dr. Jenny de la Torre

Seit Jahren fühlt sich die aus Peru stammende Ärztin Jenny de la Torre den Obdachlosen verpflichtet. Aber zunehmend kommen auch Menschen, die sich eine medizinische Versorgung nicht mehr leisten können, ins Gesundheitszentrum in Berlin-Mitte, das die gemeinnützige Jenny-de-la Torre-Stiftung im Sommer 2004 eröffnet hat. Die Stiftung wurde im Dezember 2002 mit dem Ziel eines Gesundheitszentrums für Obdachlose gegründet.
Jenny de la Torre ist Expertin im Umgang mit Obdachlosen. 1994 begann ihre Arbeit in einer Obdachlosenpraxis am Berliner Ostbahnhof. Betreuung von Menschen mit vielfältigen Krankheiten, die meistens mit dem Leben auf der Straße in direktem Zusammenhang stehen, war und ist ihr Alltag.
Seit 16 Jahren nun betreut und behandelt die gelernte Kinderchirurgin Jenny de la Torre Wohnungslose in der Stadt und kämpft so ganz konkret gegen Auswirkungen der Armut. Während die gesunkene Zahl Obdachloser in Deutschland Hoffnung macht, beobachtet sie mit Sorge die größer werdende Schere zwischen Arm und Reich.
Der Ausbau des Gesundheitszentrums mit Arztpraxis, mit Zahn- und Augenheilkunde, mit Rechts- und Sozialberatung, Waschräumen, Kleiderkammer und Suppenküche, erfolgte mit Spendenmitteln. In dieser Kombination ist das Gesundheitszentrum bundesweit einmalig. Jenny de la Torre will aber mit dem Projekt einen Schritt weiter gehen und präventiv tätig sein. Durch Engagement sollen Menschen eine Zukunft erhalten und vor drohender Obdachlosigkeit bewahrt werden.
An die Idee, ein Gesundheitszentrum als Anlaufstelle für Menschen ohne festen Wohnsitz zu gründen, haben am Anfang nur wenige geglaubt. Aber mit ihrer Hartnäckigkeit hat Jenny de la Torre bis zum diesjährigen Jubiläumsjahr viele Hindernisse überwunden. Ihr Antrieb und Lohn, wie die „Berlinerin des Jahres 2006“ sagt, seien das Bundesverdienstkreuz und das Lächeln der Patienten. Hilfe ist jedoch immer willkommen, denn Unterstützer wie den Berliner Freundeskreis „FriendsMeetFriends“ oder den Berliner Verein „1000 mal 1 Euro“ e.V. kann die Stiftung nie genug haben.

„Thierse trifft…“: Dr. Jenny de la Torre
6.November 2012, 19.30 Uhr / Einlass ab 19 Uhr
Soda-Salon in der Kulturbrauerei Berlin-Prenzlauer Berg
DER EINTRITT IST WIE IMMER FREI!

 
7. November:

SPD-Bundestagsfraktion lädt zur Debatte über Mietentwicklung

Soziale Wohnraumförderung und Mieten stehen im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung mit den Bundestagsabgeordneten Swen Schulz und Michael Groß am 7. November.
Wohnraum ist Lebensraum und muss bezahlbar bleiben. Das ist die Position der SPD-Bundestagsfraktion.  Mit den jetzt vorgelegten Mietrechtsänderungen versucht die schwarz-gelbe  Bundesregierung jedoch die Energiewende über das Mietrecht zu stemmen. Die soziale  Funktion des Mietrechts wird ausgehöhlt. Dauerhafte Mieterhöhungen,  verstärkte Duldungspflichten und eine Aufweichung des Kündigungsschutzes  schränken Mieterrechte einseitig ein. Die Kosten der energetischen Sanierung  werden auf die Mieter abwälzt.                    

Im Gegensatz zu CDU/CSU und FDP möchte die SPD-Bundestagsfraktion nicht die Last einseitig auf die Mieterinnen und Mieter schieben. sie will das soziale Mietrecht erhalten und klimagerecht ergänzen. Wohnraum muss sozial, klimagerecht und wirtschaftlich verantwortlich im Quartier und städtischen  Gesamtbild gestaltet werden.

Seit einigen Jahren ist Berlin für viele Menschen mehr und mehr eine attraktive Stadt geworden. Der Wohnungsmarkt wird seither enger. Wie auch in anderen Ballungszentren haben sich die Mieten und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vieler Mieterinnen und Mieter auseinanderentwickelt. 
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert, dass die soziale Wohnraumförderung, die Programme
der Städtebauförderung – insbesondere das Programm „Soziale Stadt“ mit ausreichend finanzieller Mittelausstattung fortgeführt werden.

In der Veranstaltung sollen die  Vorstellungen der SPD-Fraktion für eine sozialverträgliche  energetische Sanierung  und das Angebot an bezahlbaren Wohnungen diskutiert werden.


07.11.2012, 19:00 Uhr, Kulturzentrum „gemischtes“ Staaken, Sandstr. 41, 13593 Berlin Eine Online-Anmeldung zur Teilnahme ist erforderlich bis 5.11. unter http://www.sozilink.de/?i=22e

 

Memory Streets – Lernen und Erinnern im „Afrikanischen Viertel“

Eine Ausstellung von Schüler/innen der Ernst-Schering-Schule und des Oberstufenzentrums für Kommunikations-, Informations- und Medientechnik zur Erinnerungsarbeit im "Afrikanischen Viertel" ist vom Montag, d. 5. November bis zum Montag, d. 3. Dezember 2012 in der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus zu sehen. Die Ausstellung zeigt das August-Bebel-Institut In Kooperation mit Afrikanisches Viertel e.V., Berlin Postkolonial e.V., Gangway e.V. und Haus der Jugend / Stiftung SPI. Geöffnet ist  Mo – Fr von 14–18 Uhr, die Eröffnung ist am Freitag, 2. November von 17 bis 19 Uhr im Beisein Von Dr. Christian Hanke (Schirmherr und Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte). 

Eine Bank, die zum Verweilen einlädt und Informationen zur Geschichte des Viertels preisgibt, Kaugummiautomaten, die Fragen stellen, eine Infosäule auf Rädern – diese Dinge könnten bald im „Afrikanischen Viertel“ in Berlin-Wedding stehen. Schüler/innen der Ernst-Schering-Schule und des Oberstufenzentrums für Kommunikations-, Informations- und Medientechnik haben die Installationen in Projekttagen entwickelt. Sie informieren über die koloniale Geschichte des Viertels – eines Viertels, dessen Straßen ab den 1890er Jahren nach Kolonialgebieten und deutschen Kolonialisten benannt wurden.

Anlass für das Projekt: 2011 beschloss der Bezirk Mitte, das „Afrikanische Viertel“ zu einem „Lern- und Erinnerungsort“ zu gestalten. Die Installationen der Schüler/innen sind konkrete Vorschläge für einen solchen Ort. Was jetzt indoors zu sehen ist, haben die Schüler/innen für Standorte in der Lüderitzstraße, am Eingang zur „Dauerkolonie Togo“ und für viele andere Plätze im „Afrikanischen Viertel“ geplant.

 

 
24. November:

Einladung ins "Kleine Theater" - Jetzt anmelden!

Frank Sinatra - Kleines Theater
 

Die Reihe der gemeinsamen Theater- und Opernbesuche setzen das Kulturforum Stadt Berlin und die Berliner Stimme am 24. November im "Kleinen Theater" am Südwestkorso fort. Das KLEINE THEATER  ist eine Berliner Erstaufführungsbühne mit 99 Plätzen, die ihren Spielplan diesmal unter das Motto Biographien gestellt hat. Am 24. November  steht "Frank Sinatra - Ein musikalisches Portrait" auf dem Spielplan. 

Frank Sinatra polarisierte Zeit seines Lebens und tut dies auch heute noch. Die einen sehen in ihm eine Lichtgestalt; “The Voice” ist für sie der größte Entertainer aller Zeiten, der mit Songs wie “New York, New York”, “Strangers in the Night” und “My Way” unsterblich wurde. Für die anderen war er der jähzornige Hitzkopf, der Mann mit den vielen Schatten, dessen Mafiaverstrickungen und Frauenskandale ihn als skrupellosen Egoisten zeichnen. Regisseur Detlef Altenbeck hat im Kleinen Theater ein musikalisches Porträt von „Frank Sinatra“auf die Bühne gebracht, das diese Vielschichtigkeit zeigen will. Der ständige Begleiter und Butler William gibt Einblicke über das wilde und zerrissene Leben des Mister Sinatra. Es spielen  Christoph Schobesberger, Errol Trotman Harewood, Agnes Hilpert, musikalische Leitung: Ferdinand v. Seebach, Bühne: Norman Zechowski.

Als Gruppe erhalten wir die Karten in der Kategorie I zum Preis von 15 Euro  (statt 20 Euro). Um 19.15 Uhr steht uns die Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Kleinen Theater, Karin Bares, zu einer kurzen Begrüßung und Einführung zur Verfügung. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr. Wir haben 25 Plätze reserviert und bitten um baldige verbindliche Anmeldung unter www.spd-berlin.de/kleines-theater. Die Karten können diesmal am Theaterabend direkt an der Abendkasse abgeholt werden.
Foto: Kleines Theater 


 

Die neue Ausgabe der BERLINER STIMME

Seit 62 Jahren gibt es die BERLINER STIMME, die Abonnementszeitung der Berliner SPD.  Themen der aktuellen  Ausgabe vom 3. November u.a.:
Der Landesparteitag am 27. Oktober ist der erwartete Arbeitsparteitag geworden - mit zahlreichen Beschlüssen auch über die beiden vieldiskutierten Leitanträge zur Alterssicherung und digitalen Teilhabe hinaus.  - Die Berliner SPD setzt sich für eine lebensstandardsichernde und armutsfeste Rente ein. In ihrem Beschluss auf dem Landesparteitag am vergangenen Wochenende wurde ein weiteres Absinken des Rentenniveaus abgelehnt. Auf dem Parteikonvent am 24. November will die Bundes-SPD ein Gesamtkonzept verabschieden. - Matthias Schmidt, Fraktionsvorsitzender in der BVV Treptow-Köpenick, soll als Wahlkreiskandidat der SPD zur Bundestagswahl  antreten. Das ergab eine Mitgliederbefragung der SPD Treptow-Köpenick. In zwei anderen Kreisen finden noch im November Mitgliederbefragungen statt. - Engagiert im Ehrenamt: Arbeit bei "Second Hemd" - Schwierige Partnerschaft: Eine Bundestagsanhörung über PPP - die „griechische Form der Infrastrukturfinanzierung“ und ein Kommentar von Carl Waßmuth - „Heinz Buschkowsky ist kein Rassist“ - Hans Kremendahl antwortet Daniela Kaya. -  Wege zu mehr Wohnungsbau : Rudi Kujath fordert eine Debatte über Zielgruppen, Finanzierung und Standards.

Mit einer Vielzahl von Debattenbeiträgen, mit Beiträgen zur Geschichte der Berliner SPD, Buchempfehlungen und vielen Berichten aus der Berliner SPD informiert die BERLINER STIMME alle 14 Tage ihre Leserinnen und Leser. Ein Abonnement lohnt sich und erhält die BERLINER STIMME auch in Zukunft als Diskussionsforum. Einige Ausgaben des Jahres sind auch als Internetversion unter www.berliner-stimme.de zu finden.  

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