PM 51: Filmhaus statt Wahlkampf

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Pressemitteilung Nr. 51 vom 11. September 2017

Filmhaus statt Wahlkampf. Marzahn-Hellersdorf sucht Frau Grütters

Kultur statt Kiez. So lautet das Motto der Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Wahlkampf. Konkrete Ideen für ihren Wahlkreis „Marzahn-Hellersdorf“? Fehlanzeige. Stattdessen geht Frau Grütters lieber mit Leuchtturmprojekten in den Wahlkampf. Ihre jüngste Idee:  Ein Filmhaus in Berlin „Ein repräsentatives Filmhaus in der Hauptstadt wäre ein markantes Aushängeschild für den Filmstandort Deutschland“, so wird sie heute im Tagesspiegel zitiert.

Mit echten Problemen setzt man sich in der CDU ganz offensichtlich nicht auseinander. In Marzahn Nord und Hellersdorf Nord leben teilweise 70 % der Kinder von Hartz IV. Ob diese je das „repräsentative Filmhaus“ besuchen werden, ist mehr als fraglich.

Frau Grütters hat anscheinend beschlossen, die sozialen Brennpunkte ihres Bezirks zu ignorieren. Bei den wenigen Wahlkampfterminen erscheint sie nur im reicheren Süden, dort liegt auch ihr Büro.

 

Die Landesgeschäftsführerin der Berliner SPD Anett Seltz über das Politikverständnis von Frau Grütters:

„Frau Grütters setzt auf Glamour statt Wahlkampf. Die alleinerziehenden Mütter in Marzahn-Hellersdorf brauchen kein Filmhaus, sondern eine Zukunft. Es ist die Aufgabe von Frau Grütters, sich den Problemen in ihrem Wahlkreis zu stellen. Soziale Probleme sind eben keine Theaterbühne: Sie sind nicht einfach weg, wenn sich der Vorhang schließt. Die Wählerinnen und Wähler in Marzahn-Hellersdorf brauchen konkrete Hilfe, keine repräsentativen Kulturprojekte.“