Die Berliner SPD trauert um Jutta Limbach

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Pressemitteilung Nr. 118 vom 12. September 2016

Die Berliner SPD trauert um Jutta Limbach

Die Berliner SPD trauert um Prof. Dr. Jutta Limbach, die am Samstag im Alter von 82 Jahren in Berlin gestorben ist. 

Jutta Limbach war von 1972 Professorin an der Freien Universität Berlin, von 1989 bis 1994 Justizsenatorin in Berlin, bevor sie von 1994 bis 2002 Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und bis 2008 Präsidentin des Goethe-Instituts war.

„Das ist eine traurige Nachricht. Jutta Limbach war eine große Sozialdemokratin, Juristin und Feministin. Sie wird uns fehlen. Frau Limbach war ein Vorbild. Sie prägte wichtige und wegweisende Entscheidungen des obersten Bundesgerichts und war bekannt für ihr beherztes Engagement für ihre Überzeugungen, die von sozialdemokratischen Grundsätzen geprägt waren. Besonders fehlen wird ihre Stimme im Einsatz für die Gleichstellung der Frauen“, so Eva Högl, Vorsitzende der AsF Berlin.

Dennis Buchner, Landesgeschäftsführer der Berliner SPD: „Die Berliner SPD verliert eine Sozialdemokratin, die sich stets  in der großartigen Tradition ihrer Familie für Emanzipation und Selbstbestimmung eingesetzt hat.  Ihre Großmutter war die SPD-Politikerin Elfriede Ryneck, die der Weimarer Nationalversammlung angehörte, ihre Urgroßmutter war Pauline Staegemann, die 1873 den ersten sozialdemokratischen Frauenverein gründete. Mit ihrer ruhigen und zupackenden Art hat Jutta Limbach nach 1990 für eine einheitliche Justiz in Berlin gesorgt und die Aufarbeitung des DDR-Unrechts vorangetrieben. Gerechtigkeit im Großen wie im Kleinen war ihr ein Herzensanliegen.“  

Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Freundinnen und Freunden.