14 08 19 AGen Personalentwicklung in der Berliner Verwaltung

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Pressemitteilung Nr. 63 vom 19. Aug. 2014

SPD-Arbeitsgemeinschaften: Forderungen für eine Personalentwicklung für die Berliner Verwaltung in einer wachsenden Stadt

Die Vorsitzenden der SPD-Arbeitsgemeinschaften im Landesverband Berlin haben in ihrer gemeinsamen Sitzung am 18. August 2014 folgende „Forderungen für eine Personalentwicklung für die Berliner Verwaltung in einer wachsenden Stadt“ beschlossen:

1. Wir halten am Ziel der strukturellen Haushaltskonsolidierung fest. Allerdings dürfen durch Einsparungen, vor allem bei der kommunalen Infrastruktur und beim Personal, nicht das Wachstum und die Attraktivität Berlins gefährdet werden. Eine erfreulich deutliche steigende Einwohnerzahl und eine positive wirtschaftliche Entwicklung führen nicht nur zu einer nachhaltigen Erhöhung der Einnahmen im Landeshaushalt, sondern erfordern auch zwingend eine Verbesserung des personellen Bestandes besonders in den Bezirken.

2. Die im Koalitionsvertrag festgelegte Zielzahl von 100.000 Stellen in der Verwaltung (80.000 Land/20.000 Bezirke) muss an die veränderten Rahmenbedingungen der wachsenden Stadt angepasst werden. Eine wachsende Stadt und der demographische Wandel führen zu einem Aufgabenzuwachs, der eine Erhöhung der Stellenobergrenzen bereits im laufenden Haushaltsvollzug erforderlich macht.

3. Angesichts der anstehenden hohen Zahl von altersbedingt ausscheidenden Beschäftigten im öffentlichen Dienst fordern wir mehr Ausbildungsplätze, eine bedarfsgerechte Ausbildung und die Öffnung der Verwaltung für Quereinsteiger. Schon jetzt sollten vermehrt Auszubildende übernommen werden, um den hohen zukünftigen Bedarf abzufedern. Vor allem müssen zusätzliche finanzielle Mittel und entsprechende Stellen bereitgestellt werden, um die ausgebildeten Nachwuchskräfte dauerhaft übernehmen zu können.

4. Die Umsteuerung in der Personalbereitstellung muss gewährleisten, dass in den Dienstleistungsbereichen der Bezirke unzumutbare Wartezeiten für die Bürgerinnen und Bürger vermieden werden. Es darf beispielsweise nicht vorkommen, dass Empfänger von Elterngeld monatelang auf die Erfüllung ihrer gesetzlichen Ansprüche warten müssen.

 

Datum                       19. August 2014
Redaktion                  Eva Högl, Vorsitzende der ASF, für die Berliner Arbeitsgemeinschaften