14 06 13 Zum Tod von Werner Salomon

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Pressemitteilung Nr. 54 vom 13. Juni 2014

Zum Tod von Werner Salomon

Die Berliner SPD trauert um Werner Salomon.

Werner Salomon wurde am 1. Oktober 1926 in Charlottenburg geboren. Er ging in Spandau zur Schule. Mit 16 Jahren wurde er Flakhelfer, nach seiner Internierung kam er 1947 nach Spandau zurück und holte an seiner alten Schule das Abitur nach. 1953 bestand er die Steuerinspektorenprüfung und arbeitete in einem Berliner Finanzamt. Im DGB engagierte er sich für die Rechte der Berliner Beamten, wurde 1957 Leiter der Abteilung Beamte im Berliner DGB.

Anfang 1960 trat er in die SPD ein, aus der Erkenntnis heraus, dass sich Gewerkschaftsarbeit und Parteiarbeit ergänzen. Seine politische Laufbahn begann 1971 mit der Wahl in das Abgeordnetenhaus von Berlin. 1979 wurde er zum Spandauer Bezirksbürgermeister gewählt. Dreizehn Jahre lang hatte er dieses Amt inne, drei Mal wurde er wiedergewählt. Ein Ausdruck der kommunalen Erfolge und vor allem seiner Bürgernähe. Gerade die Kommunalpolitik war ihm wichtig, weil sie sich auch um die kleinen Sorgen der Menschen kümmert, ganz praktisch.

Schon 1993 war ihm die Stadtältestenwürde von Berlin verliehen worden. Seinen Ruhestand genoss er auf seine Weise: Er war ehrenamtlicher Vorsitzender des Arbeitersamariterbundes Nauen, in Spandau Vorstandsmitglied der AWO. Besonders engagierte er sich gegen Rassismus und Ausgrenzung; er wirkte in zahlreichen Vereinen und Projekten mit.

Mit seinen Überzeugungen und seiner Glaubwürdigkeit, mit seiner Nähe zu den Menschen hat er für das Ansehen der SPD einen bedeutenden Beitrag geleistet. Dafür sind wir Werner Salomon sehr dankbar. Unser Mitgefühl ist bei seinen Hinterbliebenen, denen wir in dieser schweren Zeit viel Kraft wünschen.