13 06 11 Stöß: „Altersarmut in Deutschland – jede zweite Rente ist niedriger als Hartz IV!“

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Stöß: „Altersarmut in Deutschland – jede zweite Rente ist niedriger als Hartz IV!“

„Im Schönreden von sozialen Schieflagen in unserem Land ist Schwarz-Gelb Weltmeister. Da wird gerne mal in Abrede gestellt, dass es Altersarmut überhaupt gibt. Jetzt liegen die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung auf dem Tisch: Jede zweite Rente in Deutschland belief sich 2012 auf weniger als 700 Euro - und lag damit unter dem Niveau der Grundsicherung. Dramatisch niedrig ist die Rente bei einer Erwerbsminderung. 2011 gingen 7.734 Berlinerinnen und Berliner mit Erwerbsminderung in Rente und erhalten nur zwischen 505 Euro und 612 Euro Rente im Monat. Hunderttausende Rentnerinnen und Rentner arbeiten als Minijobber auch im Ruhestand. Bereits 2010 gab es in Berlin 11.000 Rentnerinnen und Rentner mit Zuverdienst. Damit haben wir ein neues Rekordniveau an Altersarmut erreicht. Wir brauchen endlich eine solidarische Rentenreform, die für eine gerechte Altersversorgung sorgt“, so der Landesvorsitzende der Berliner SPD, Jan Stöß, zu den am heutigen Dienstag vorgelegten Zahlen.

„Die SPD hat dazu die richtigen Vorschläge gemacht: wir brauchen eine Solidarrente von mindestens 850,- Euro für die von Armut betroffenen RentnerInnen. Erziehungs- und Pflegearbeit muss – auch nachträglich – angerechnet werden. Wer arbeitet, jeden Monat sein Geld einzahlt, der muss im Alter davon leben können. Deshalb müssen wir das Rentenniveau bei 50 Prozent stabilisieren – für die heutigen und zukünftigen Generationen von Rentnerinnen und Rentnern. Und wer nicht mehr arbeiten kann wird ohne Abschläge die Erwerbsminderungsrente bekommen. Außerdem brauchen wir endlich gleiche Rentenregeln in Ost und West", so Stöß zu den von der SPD geplanten rentenpolitischen Maßnahmen nach der Bundestagswahl 2013.