13 05 15 Kreativwirtschaft

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Vorsitzende des Fachausschusses für Wirtschaft und Arbeit Barbara Loth setzt sich für Kreative ein

Der Fachausschuss für Wirtschaft und Arbeit der Berliner SPD hat sich mit der Kreativwirtschaft in Berlin beschäftigt. Dabei ging es sowohl um eine Analyse bereits bestehender Strukturen als auch um mögliche Aktionsfelder der Berliner SPD.

Die Kreativwirtschaft hat in Berlin mit mehreren Kernproblemen zu kämpfen: Unsichere prekäre Beschäftigungsverhältnisse durch ungerechte Entlohnung und schlechte soziale Absicherung, aber auch durch Amateure oder unseriöse Anbieter in diesem noch jungen Wirtschaftszweig. Hinzu kommen die geringe Zahl wirtschaftsstarker Unternehmen, die fehlende Industrie und der fortwährende Preisverfall durch zu wenig Kaufkraft. Dabei sind bestehende Förderprogramme nicht ausreichend auf den neuen Wirtschaftszweig angepasst. Oftmals sind diese zu unspezifisch, die Förderung ist zu kurzfristig und es besteht eine Benachteiligung von flexiblen Lebensläufen wie bei Kleinunternehmen, Selbstständigen und Freischaffenden.

Barbara Loth: „Die Kreativwirtschaft ist für Berlin beides, Wachstumspotential und ein besonderes kulturelles Gut. Denn die Kulturschaffenden bringen neue Ideen und ziehen weltweit kreatives Potential in unsere Stadt. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen für die Kreativwirtschaft weiter verbessert werden.

Dafür werden wir ressortübergreifend Handlungsbedarf erkennen und durch Aktionsfelder auf eine Lösung hin arbeiten. Beispielsweise werden wir uns mit einem Pakt für „Gute Arbeit“ dafür einsetzen, dass sich Kultur- und Wirtschaftsförderungen auf die Einhaltung wichtiger Standards einigen, um Kultur- und Kreativschaffenden den nötigen Spielraum für ihre besonderen Erwerbsbiographien zu geben und sie gleichzeitig planbar und langfristig sozial abzusichern. Damit bekämpfen wir prekäre Beschäftigung und justieren die öffentliche Förderung auf den besonderen Bedarf in diesem Bereich.“