12-11-30-Stöß: „Berlin verliert einen beeindruckenden Menschen!“

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Stöß: „Berlin verliert einen beeindruckenden Menschen!“

Zum Tod des Regierenden Bürgermeisters a.D. und ehemaligen Landesvorsitzenden der SPD-Berlin Klaus Schütz im Alter von 86 Jahren erklärt Jan Stöß, Landesvorsitzender der Berliner SPD:

„Mit Klaus Schütz verliert Berlin und die Berliner SPD einen klugen Kopf und warmherzigen Menschen. Er prägte diese Stadt durch seine innen- und außenpolitische Weitsicht und sein herausragendes politisches Gespür für die Bedürfnisse der Berlinerinnen und Berliner. Es war sein kommunikatives Geschick, das Konflikte und parteiinterne Auseinandersetzungen befrieden konnte und seine Konsequenz, die bis heute beeindruckt. Mit viel Herzblut und aufrichtigem Engagement setzte er diese Eigenschaften auch für die Verständigung zwischen Israel und Deutschland ein. Wir werden Klaus Schütz sehr vermissen!“

Klaus Schütz war ein Kind seiner Zeit. Nachhaltig geprägt von den eigenen Erlebnissen als junger Mann im Krieg imponierte ihm die Berliner SPD. Auch, so sagte er, weil sie sich klar gegen die KPD stellte. Er betonte stets bescheiden, dass sich vieles für ihn leichthändig fügte und doch war er es, der durch seine politische Arbeit als Vorsitzender der Berliner Jungsozialisten, als Kreisvorsitzender der Wilmersdorfer SPD und später als Abgeordneter des Abgeordnetenhauses und Bundestags überzeugte. Mit Willy Brandt war er eng verbunden. Die gemeinsamen Sonntagsspaziergänge um den Schlachtensee waren ein festes Ritual. Nach seiner Zeit als Regierender Bürgermeister von 1967 bis 1977 und als Landesvorsitzender der Berliner SPD (1968-1977) vertrat er die Bundesrepublik Deutschland vier Jahre lang als Botschafter in Israel. 1981 bis 1988 war er Intendant der Deutschen Welle, von 1988 bis 1992 Direktor der Landesanstalt für Rundfunk in Nordrhein-Westfalen. Später leitete er als Präsident die Geschicke des Berliner Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes.