12-10-18-Stöß: Altersarmut in Berlin auf Rekordniveau

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Stöß: Altersarmut in Berlin auf Rekordniveau

In Deutschland ist die Zahl der Grundsicherungs-Empfänger über 65 Jahre auf Rekordniveau. In Berlin stieg die Anzahl der Rentnerinnen und Rentner, die monatlich rund 680 Euro beziehen, von 31.647 Menschen in 2010 auf 33.195 Menschen in 2011 an. Berlin nimmt mit den Stadtstaaten Bremen und Hamburg den traurigen Spitzenplatz ein.

„Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, steigt diese Zahl weiter drama-tisch. Denn: Viele Niedriglohnbeschäftigte erhalten trotz jahrzehntelanger Beitragszahlungen nur eine Rente unter Grundsicherungsniveau“, so Jan Stöß, Landesvorsitzender der Berliner SPD.

„Die bisherigen Vorschläge der Bundesregierung sind völlig ungenü-gend. Die Zuschussrente von Bundesarbeitsministerin von der Leyen soll nur erhalten, wer zusätzlich privat vorgesorgt. In Berlin würden deshalb nur 850 Menschen Frau von der Leyens „Zuschuss“ erhalten. Denn gerade die später auf Grundsicherung Angewiesenen können sich eine zusätzliche private Vorsorge nicht leisten. Auch ein Ausbau der privaten Alterssicherung löst das Problem deshalb nicht.

Notwendig ist die dauerhafte Abwehr von Armut im Alter. Statt den Ren-tenbeitrag kurzsichtig mit Blick auf 2013 zu senken, muss die gesetzliche Rentenversicherung gestärkt und ein weiteres Absenken des Rentenni-veaus auf unter 50 Prozent verhindert werden. Vorschläge dazu wird die Berliner SPD bei ihrem Landesparteitag am 27. Oktober diskutieren“, so Stöß weiter.