12 08 17 Kurt Schumacher

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Pressemitteilung vom 17. August 2012

Stöß: „Kurt Schumacher – Ein Kämpfer für Demokratie und Freiheit“

„Kurt Schumacher kämpfte sein ganzes Leben für Demokratie und Freiheit. Als Parteivorsitzender baute er die SPD nach dem Krieg wieder auf. Als Oppositionsführer in der Zeit Adenauers schärfte er das soziale und politische Profil der deutschen Sozialdemokratie. Zu Ehren Schumachers trägt die Berliner SPD-Landeszentrale seinen Namen. Vielmehr jedoch ehrt sein Name unsere SPD, denn Schumacher war ein aufrechter Kämpfer gegen den Faschismus und Totalitarismus und ein Vordenker des geeinten Europas. Schumacher war eine Kämpfernatur – mit Ecken und Kanten“, erklärt Jan Stöß, Landesvorsitzender der Berliner SPD.

Als Mitglied des Reichstages ab 1930 war er ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus und seiner menschenverachtenden und antisemitischen Ideologie. Zehn Jahre lang wurde er in verschiedenen Konzentrationslagern gefangen gehalten, darunter Dachau und Flossenbürg. Bereits kurz nach Ende des Dritten Reiches setzte sich Kurt Schumacher für den Wiederaufbau der SPD ein. Er positionierte sich klar gegen die KPD und ihre inhaltliche Abhängigkeit von der Sowjetunion. 1946 wurde Kurt Schumacher zum SPD Vorsitzenden der drei westlichen Besatzungszonen gewählt und zog 1949 in den Bundestag ein. Bis zu seinem Tod am 20. August 1952 wirkte Schumacher als unangefochtener Vorsitzender der SPD, am politischen Wiederaufbau Deutschlands entscheidend mit.