12 08 03 ASF Pussy Riot

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Pressemitteilung vom 3. August 2012

ASF Berlin fordert „Freiheit für Pussy Riot“

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Berlin fordert die sofortige Freilassung der drei Mitglieder der feministischen Punkband „Pussy Riot“: Wir betrachten Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alekhina und Ekaterina Samutsevich als gewaltlose politische Gefangene.

Die Gruppe „Pussy Riot“ hat den Protestsong „Virgin Mary, redeem us of Putin“ am 21. Februar 2012 in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale aufgeführt. Während des Auftritts trugen die Sängerinnen Sturmhauben. Das Protestlied ruft die Jungfrau Maria dazu auf, eine Feministin zu werden und Vladimir Putin zu verbannen. Der Auftritt war Teil der breiten Proteste gegen Putin und gegen die Wahlen in Russland.

Wir betrachten diesen Auftritt als einen Akt der freien Meinungsäußerung. Die freie Meinungsäußerung ist ein Menschenrecht. Nach unserer Auffassung verstößt die russische Staatsgewalt mit dem Prozess gegen “Pussy Riot“ gegen die Menschenrechte.

Auch die Verfassung der Russischen Föderation schützt die Kunstfreiheit gemäß Artikel 44 Absatz 1: „Jedem wird die Freiheit literarischer, künstlerischer, wissenschaftlicher, technischer und anderer Arten schöpferischer Tätigkeit sowie die Freiheit der Lehre garantiert.“

Die ASF fordert daher die sofortige Freilassung von Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alekhina und Ekaterina Samutsevich und die Einstellung des Verfahrens.

Die ASF-Berlin unterstützt weiterhin die Urgent Action von Amnesty International. Sie hat in E-Mails an den Staatsanwalt, den Generalstaatsanwalt und den russischen Botschafter die Freilassung der drei Frauen gefordert.