12 03 02 Harry Ristock

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Pressemitteilung vom 2. März 2012

Zum 20. Todestag von Harry Ristock

Zum Todestag von Harry Ristock erklärt der Landesvorsitzende Michael Müller:

Er war ein "unorthodoxer, ein interessanter, ein liebenswerter Linker" - so beschrieb ihn Helmut Schmidt in seiner Trauerrede. Harry Ristock, Berliner SPD-Politiker, Abgeordneter und ehemaliger Bausenator, verstarb erst vierundsechzigjährig am 5. März 1992.

Als junger Student trat er 1950 der SPD bei, wurde Landessekretär der Berliner Falken und baute eine "neue Linke" in der Berliner SPD auf. Von 1965 bis 1971 amtierte er als Stadtrat für Volksbildung in Charlottenburg, danach arbeitete er einige Jahre als Senatsdirektor für Schulwesen. 1975 wurde er schließlich Senator für Bau- und Wohnungswesen unter dem Regierenden Bürgermeister Klaus Schütz. Bis zu seinem Tod war Harry Ristock Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.

Harry Ristocks Spuren in Berlin sind unübersehbar: Den inzwischen berühmten Gropiusbau hat er vor dem Abriss gerettet, das Internationale Congress Centrum fertiggestellt und die Internationale Bauausstellung angestoßen - Meilensteine in der damals geteilten Stadt. Er plante keine Trabantenstädte, sondern die Schließung der Baulücken im Zentrum. Schon damals stellte sich Ristock schützend vor jeden Baum und holte die Bundesgartenschau nach Berlin.

Die Verdienste Harry Ristocks für die Berliner SPD und die gesamte Stadt bleiben unvergessen.