12 05 09 AG Mig

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AG Migration: Die Minister Friedrich und Schröder und der lange Weg zur Erkenntnis

Am gestrigen 8. Mai veröffentlichte der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration sein Jahresgutachten 2012. Zentrale Punkte waren hierbei unter anderem die mangelnde Koordinierung der Integrationspolitik auf Bund-, Länder- und Kommunalebene sowie die Feststellung, dass das Thema Integration zunehmend positiv wahr- und ernst genommen wird.

„Es freut uns sehr, dass sich das positive Klima für Reformen im Bereich Integration in unserer Gesellschaft verbessert. Es gelingt anscheinend, die millionenfach gelungene Integration auch öffentlich besser sichtbar zu machen“, so Serpil Kücük, stellvertretende Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt.

Dies sei besonders beachtenswert, da insbesondere in den letzten Monaten immer wieder Politike-rinnen und Politiker der schwarz-gelben Koalition versucht haben, die Debatten defizitorientiert zu gestalten. „Minister Friedrich muss es sicher maßlos ärgern, dass sein Presse-PingPong zur Is-lamstudie mit der Bild-Zeitung nicht verfängt. Die Menschen in Deutschland sind offensichtlich weiter als manch ein schwarz-gelber Politiker. Es ist traurig und besorgniserregend, dass Minister Friedrich und seine Kollegin Kristina Schröder noch einen langen Weg zur Integration in unser vielfältiges Deutschland vor sich haben“, fügt der Landesvorsitzende der AG Aziz Bozkurt hinzu.

Serpil Kücük weiter: „Als Quartiersmanagerin finde ich das Zuständigkeitswirrwarr auf den unter-schiedlichen Ebenen – wie es der Sachverständigenrat deutlich kritisiert – sehr problematisch. Darüber hinaus ist es nicht hinnehmbar, dass gerade an der Stelle wo Integration praktisch gelebt wird – auf kommunaler Ebene – die prekären finanziellen Verhältnisse gute Projekte behindern und Regelfinanzierungen nicht in Sicht sind.“