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Pressemitteilung vom 27. April 2012

Michael Müller zur Verleihung der Louise-Schroeder-Medaille an Dr. Christine Bergmann

Am heutigen Tag wird im Festsaal des Abgeordnetenhauses die Louise-Schroeder-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen Berlins, an Dr. Christine Bergmann verliehen.

„Wer an Familienpolitik in Berlin und in der SPD denkt, der kommt um den Namen Christine Bergmann nicht herum. Als SPD-Mitglied der ersten Stunde übernahm sie Verantwortung für Berlin und in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Selbst berufstätig und Mutter zweier Kinder war es von Anfang an ihr Ziel die Belange und Sorgen der Familien und Kinder auf die politische Agenda zu setzen. Mit Christine Bergmann wurden Meilensteine im Kampf gegen häusliche Gewalt und den sexuellen Missbrauch von Kindern gesetzt. Louise Schroeder, nach der diese Auszeichnung der Stadt Berlin benannt wurde, und Christine Bergmann verbindet über das Parteibuch hinaus, das Engagement für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Beide setzten sich für die Stärkung und Selbstbestimmung der Frauen und für eine soziale Familienpolitik ein. Die Berliner SPD freut sich mit Christine Bergmann und gratuliert ihr sehr herzlich.“

Dr. Christine Bergmann, promovierte Pharmazeutin, wurden 1939 in Dresden geboren und lebt seit 1963 in Berlin. Über ein Jahrzehnt war sie stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner SPD. Von 1991 bis 1998 war sie als Senatorin für Arbeit, berufliche Bildung und Frauen sowie als Bürgermeisterin Berlins tätig. 1998 wechselte sie in die Bundespolitik und übernahm das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Bis heute engagiert sich Christine Bergmann ehrenamtlich, so unter anderem im Vorstand der Friedrich-Ebert-Stiftung oder als Kuratoriumsmitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Als Beauftragte des Bundes zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs an Kindern stand sie den Opfern und Familien der Opfer als Anwältin ihrer Interessen zur Seite und förderte maßgeblich den nachhaltigen Dialog zum Thema Missbrauch in unserer Gesellschaft.