10 08 11 Müller Bildung

Archiv: Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 12. August 2011

Müller fordert bundesweit einheitliches Bildungssystem

Für ein Bildungssystem mit bundesweit einheitlichen Standards hat sich der Berliner SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Michael Müller ausgesprochen. „Bildung muss eine nationale Aufgabe sein – mindestens mit bundesweit gleichen Standards. Deshalb ist die ausschließliche Zuständigkeit der Bundesländer der falsche Weg“, schrieb Müller in einem Kommentar für die August-Ausgabe des Berliner Stadtblatts. „Wir brauchen dieses gemeinsame Bildungssystem, damit möglichst viele Kinder zu guten und sehr guten Schulabschlüssen kommen.“

Das Berliner Schulsystem setze dabei Maßstäbe, so Müller. Er verweist auf frühe Förderung, Gebührenfreiheit, Ganztagsschulen mit Essensangebot und die Zweigliedrigkeit mit Gymnasien und Sekundarschulen, an denen man auch Abitur machen könne. Nötig sei eine „richtige Kombination von gemeinsamen Standards und der lokalen Mitsprache von Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern“.

Das „Berliner Stadtblatt“ wird seit Mai vom SPD-Landesverband herausgegeben und mit zwölf Regionalausgaben in den Bezirken verteilt. Die August-Ausgabe ist ab 13. August in vielen Berliner Briefkästen und an den SPD-Infoständen erhältlich.

Der Kommentar von Michael Müller im Wortlaut:

„Deutschland ist im Bildungsbereich ein Flickenteppich. Diverse Schulformen, unterschiedliche Lehrpläne – das ist zum Nachteil der Schülerinnen und Schüler. Wir als Landespolitiker wollen über möglichst viele Themen selbst entscheiden. Aber im Bildungsbereich dürfen wir uns diese Unterschiedlichkeit zwischen den Bundesländern nicht länger leisten. Bildung muss eine nationale Aufgabe sein – mindestens mit bundesweit gleichen Standards. Deshalb ist die ausschließliche Zuständigkeit der Bundesländer der falsche Weg.

Es zeigt sich immer deutlicher, wie dieses System ausgestaltet sein muss: frühe Förderung, Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Hochschule und möglichst flächendeckend Ganztagsschulen mit Essensangebot. Im Oberschulbereich eine Zweigliedrigkeit mit Gymnasien und Sekundarschulen, an denen man auch Abitur machen kann. Berlin setzt auf diesem Weg Maßstäbe.

Wir brauchen dieses gemeinsame Bildungssystem, damit möglichst viele Kinder zu guten und sehr guten Schulabschlüssen kommen. Ein Bildungssystem mit einheitlichen Standards bietet der einzelnen Schule trotzdem die Möglichkeit, ihr Profil zu bilden, Schwerpunkte zu setzen oder auch Lehrer selbst auszuwählen. So gibt es die richtige Kombination von gemeinsamen Standards und der lokalen Mitsprache von Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern.“