11 01 18 Nazifrei Dresden

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Pressemitteilung vom 18. Januar 2011:

Neo-Nazi-Aufmärsche in Dresden verhindern!

Die Berliner SPD und die Berliner Jusos unterstützen auch in diesem Jahr das Bündnis gegen die Aufmärsche von Neo- Nazis in Dresden zum Jahrestag der Bombardierung. Michael Müller, Vorsitzender der Berliner SPD, und Christian Berg, Vorsitzender der Berliner Jusos, rufen die Berlinerinnen und Berliner auf sich an den Protesten zu beteiligen.

Aufruf des SPD-Landesverbandes Berlin:

Neo-Naziaufmarsch in Dresden verhindern

2010 ist es einem breiten Bündnis erstmalig gelungen, Europas größten Neo-Naziaufmarsch in Dresden zu verhindern. Grundlage des Erfolges war eine Zusammenarbeit zwischen Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden sowie zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen.

Für 2011 haben neonazistische Gruppen angekündigt, mehrere Veranstaltungen zum Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden durchzuführen. Seit Jahren versuchen Neo-Nazis die Bombardierung Dresdens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und an bestehende Mythen anzuknüpfen. Wir werden nicht akzeptieren, dass Neo-Nazis die Geschichte verdrehen und die eigentlichen Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen. Wir stellen uns entschieden gegen jede Leugnung und Relativierung der deutschen Schuld an Vernichtungskrieg und Holocaust ab. Die Sozialdemokratie hat schon immer entschlossen auf der Seite derjenigen gestanden, die sich dem braunen Mob konsequent entgegenstellen.

Wir unterstützen deshalb auch im Jahr 2011 den friedlichen Protest gegen die geplanten Aufmärsche der Neo-Nazis in Dresden. Wir erklären uns solidarisch mit allen, die sich an Veranstaltungen und Demonstrationen gegen den Neo-Nazi-Aufmarsch beteiligen. Wir selbst sind ein Teil dieser Bewegung und rufen alle Mitglieder dazu auf, sich an den Protesten zu beteiligen.