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Pressemitteilung vom 7. Juli 2010

Verlust einer Kämpferin - Trauer um Kirsten Heisig

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen sind traurig und schockiert über den Freitod der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Ihr aufrechter Einsatz bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität, den sie eng verband mit dem Kampf um die Grundsätze unseres Rechtsstaates und die Anerkennung der Werte des Grundgesetzes, waren bewundernswert. Sie nahm kein Blatt vor dem Mund, prangerte unermüdlich Missstände in Justiz und Gesellschaft an, zeigte Lösungswege auf und setzte sie mit großer Beharrlichkeit - auch gegen Widerstände - um.

Sie war uns allen ein Vorbild an Authentizität, Mut und Energie. Obwohl sie kein politisches Amt bekleidete, war sie eine leidenschaftliche Kämpferin im Bereich von Kriminalpolitik und Integration. Wir sind dankbar, dass wir mehrfach die Gelegenheit hatten, uns politisch mit ihr auszutauschen.

Ihr Tod ist ein schwerer Verlust für die Berliner Justiz und die Berliner Rechtspolitik. 

Unser Mitgefühl gehört ihren Angehörigen und Freunden. Wir sind in Gedanken bei ihnen.


Vera Junker 
Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft
sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen