10 02 09 Högel ASF Gründung DDR

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Pressemitteilung vom 9. Februar 2010

Vor 20 Jahren erfolgte die Gründung der ASF in der DDR

Am 10. Februar 1990 entschlossen sich 54 Delegierte der SPD in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin spontan zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF). Die Gründung erfolgte nur wenige Monate nach der Gründung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR am 7. Oktober 1989 und dem Fall der Berliner Mauer. Geburtshelferinnen waren unter anderem die damalige Vorsitzende der ASF in der Bundesrepublik Inge Wettig-Danielmeier und SPD-Vize Herta Däubler-Gmelin.

Die Themen der ersten Stunde waren die Herausforderungen durch die sich zunehmend verschlechternden Berufsaussichten von Frauen in der DDR, Erhalt der vorhandenen Plätze in Kindergärten und Krippen und die Beibehaltung der Fristenregelung beim Schwangerschaftsabbruch. Gemeinsam veröffentlichten die SPD-Frauen einen Aufruf "Fraueninteressen auf dem Weg zu deutschen Einheit sichern." Die Beteiligung von Frauen in Parteien und Parlamenten war ein weiterer zentraler Punkt. Die ASF-Frauen setzen im Februar 1990 die Quote im Statut der SPD der DDR durch. Frauen aller Generationen engagieren sich frauenpolitisch in der ASF und bringen ihre Sichtweisen und Erfahrungen in die gemeinsame Arbeit ein. Frauen wie Eva Kunz, Ute Fischer, Christine Bergmann, Regine Hildebrandt, Gerlinde Kuppe, Iris Gleicke, Karla Staszak, Christel Riemann-Hanewinckel und viele andere haben der SPD in der DDR und nach der deutschen Einheit ein Gesicht gegeben.

Die Vorsitzende der ASF Berlin Dr. Eva Högl erklärt anlässlich des Gründungsjubiläums der ASF in der DDR: „20 Jahre ASF im Osten sind 20 Jahre engagierter Kampf für die Rechte der Frauen, für Gleichstellung und politische Mitsprache. Auch in Zukunft werden wir uns unermüdlich für gleiche Rechte und Chancen bei Bildung, Erziehung, Beschäftigung und Karriere einsetzen.“