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Pressemitteilung vom 28. Mai 2010

ASF: Ausschreibung schafft Transparenz

Die ASF Berlin fordert die öffentliche Ausschreibung des Wahlamts der Zentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an der Charité-Universitätsmedizin Berlin 

Die Amtszeit der hauptberuflichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Charité endet zum 30. Juni 2010. Dieses Wahlamt ist gemäß § 34 Absatz 1 Ziffer 3 der Satzung der Charité überregional auszuschreiben und durch Aushang öffentlich bekannt zu machen. Fünf Wochen vor Ablauf der Amtsperiode ist eine derartige Ausschreibung noch immer nicht erfolgt! 

Die ASF Berlin kommt zu dem Schluss, dass eine frauenpolitische Interessenvertretung an der Charité offensichtlich keine Priorität genießt. Dies ist eine gravierende Nichtbeachtung der Interessen der Beschäftigten, insbesondere bei einer Institution, deren Beschäftige zu zwei Dritteln Frauen sind, bei den Medizinstudierenden sogar 70 %. 

Eine Ausschreibung, die derart kurzfristig vor Beginn einer neuen Wahlamtsperiode erfolgt, führt mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu, dass interessierte Bewerberinnen von vornherein gar nicht erst eine Bewerbung einreichen bzw. einreichen können. Dies ist eine Missachtung des Amtes und seiner Bedeutung für die Charité und eine organisatorische Fehlleistung. 

Die unter schwierigen Rahmenbedingungen arbeitenden weiblichen Beschäftigten, gerade im Bereich Forschung und Lehre, brauchen Auswahlmöglichkeiten aus einem qualifizierten Bewerberinnenkreis, um die bestmögliche frauenpolitisch engagierte Bewerberin für ihre Interessenvertretung bestimmen zu können. 

Die ASF Berlin fordert daher: Ausschreibung jetzt!