SPD im Dialog mit den Studenten

SPD im Dialog mit den Studenten

FU Berlin: Studenten diskutieren mit Gabriel und Steinmeier. Foto: Johannes Gamer

FU Berlin: Kerstin Rothe, Mitglied der Juso- Hochschulgruppe FU und im Juso-Hochschulgruppen-Bundesvorstand und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

Die SPD führt den Dialog mit den Studierenden. An der Freien Universität  Berlin diskutierten der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel und der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier  über bildungspolitische Ziele und die Gründe für die Protestaktionen. Sigmar Gabriel lud Vertreter der Studenten anschließend in die nächste Sitzung des SPD-Parteivorstand ein.

"Freie Bildung. Nur für Reiche?" hatten die Organisatoren die Veranstaltung überschrieben, bei der Gabriel und Steinmeier mit Studierenden über die Situation an den Hochschulen diskutierten. Seit Monaten schon protestieren die angehenden Akademikerinnen und Akademiker gegen schlechte Studienbedingungen und die Privatisierung der Bildung. In der Sozialdemokratie, so machte Gabriel deutlich,  finden sie Bündnis- und Gesprächspartner für ihre Interessen.

FU Berlin: Studenten diskutieren mit Gabriel und Steinmeier. Foto: Johannes Gamer

Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel diskutierten an der FU.

In weiten Teilen decken sich die Forderungen der Studierenden mit den hochschulpolitischen Zielen der SPD. Um die eigene Politik weiter zu entwickeln, setzt der SPD-Vorsitzende aber auch auf einen dauerhaften und engen Dialog, wie er schon eingangs im Hörsaal A im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin betonte: "Sinn der Veranstaltung ist, uns ein bisschen klüger zu machen."

 

Privatisierung, Prüfungsdruck, zu wenig Freiheit

 

Es sind verschiedene Themen, die die Studierenden auf die Straße treiben: Überfüllte Hörsääle, die schlechte Umsetzung der Bologna-Reformen – viele Prüfungen, hoher Druck, zu wenig Freiheit. Aber auch die drohende Privatisierung der Bildung. Zwar müssen Studentinnen und Studenten in Berlin keine allgemeinen Studiengebühren zahlen wie in unionsgeführten Ländern. Weil Bundesbildungsministerin Annette Schavan aber Stipendienprogramme, von denen vor allem auch Wohlhabende profitieren werden, und Bildungskonten einführen will, könnte der Hochschulzugang für Kinder aus einkommensschwachen Familien künftig noch schwerer werden.

 

"Ein Land, das kein Gold im Boden hat, muss auf das Gold in den Köpfen setzen", bekräftigte der SPD-Vorsitzende. Das sei ein Gebot volkswirtschaftlicher Vernunft – eine Investition in die Zukunft Deutschlands. Und als öffentliche Aufgabe sei das Bildungssystem deutlich unterfinanziert.

 

FU Berlin: Studenten diskutieren mit Gabriel und Steinmeier. Foto: Johannes Gamer

Fotos: Johannes Gamer

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