Ergebnis der Mitgliederbefragung

Mitgliederbefragung: „Ein richtig gutes Ergebnis“

Jan Stöß, Mitgliederbefragung 2015
 

Spannende Einzelergebnisse  kennzeichnen die Mitgliederbefragung der Berliner SPD, vor allem aber eine hohe Wahlbeteiligung:  Mehr als 45 Prozent der rund 17.000 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in der Hauptstadt haben sich an der Mitgliederbefragung beteiligt und mit ihren Antworten Einfluss auf die Gestaltung des Wahlprogramms genommen. „Ein richtig gutes Ergebnis“, so der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß. Die 7636 Fragebögen füllten jetzt 5 große Postkisten. "Die hohe Beteiligung zeigt: Unsere Mitglieder wollen auch bei inhaltlichen Fragen direkt mitentscheiden", sagte Stöß.

Bezahlbares Wohnen, staatliche Neutralität, innere Sicherheit, Kitaqualität und vernünftige Pflege – das sind die Themen, die den Berliner SPD-Mitgliedern besonders am Herzen liegen, so der   SPD-Landesvorsitzende.

 
Jan Stöß, Mitgliederbefragung 2015

Jan Stöß und Landesgeschäftsführer Dennis Buchner

 

Aus der Befragung, die Mitte Oktober mit dem Versand der Fragebögen startete und am 6. November endete,  ergibt sich ein sehr differenziertes Bild.  So sprach sich mit 88,6 Prozent der Befragten eine klare Mehrheit dafür aus, mehr Wohnungen mit einfacherem Standard zu bauen, um die Mietkosten in den Griff zu bekommen. Klare Vorgabe auch für die Weiterentwicklung der Kitas: Zwei Drittel  sagten Ja zur Frage „Soll die Qualitätssteigerung vordringlich vor der Ausweitung der Beitragsfreiheit umgesetzt werden?“

Keine Veränderung wollen 81 Prozent der SPD-Mitglieder beim Neutralitätsgesetz, das das Tragen religiöser Kleidungsstücke und Symbole unter anderem LehrerInnen und RichterInnen aus Gründen der Neutralität im Staatsdienst untersagt. Nur  12,3 Prozent sprechen sich hier für eine Änderung aus. Eine Sonderregelung für Spätis zur Sonntagsöffnung lehnen 53,8 Prozent der Befragten ab, 37,7 Prozent wären dafür. 60,4 Prozent sind gegen eine Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre auch bei Abgeordnetenhauswahlen, 29,2 Prozent stimmten zu.

 
Jan Stöß und Landesgeschäftsführer Dennis Buchner
 

Eine ausgesprochen knappe Entscheidung gab es dagegen bei der Frage nach einer Liberalisierung des Cannabis-Erwerbs: 43,2 Prozent stimmten zu, 44 Prozent lehnten dies ab. Damit werde diese Frage kein Thema im SPD-Wahlprogramm, so der SPD-Landesvorsitzende.

Eine deutliche Mehrheit (82,5 Prozent) findet die Forderung, die Museen für eine begrenzte Zeitspanne ohne Eintrittsgeld besuchen zu können. Unterstützt wird auch der Versuch, mit anonymisierten Bewerbungen für mehr Chancengleichheit zu sorgen. 54,6 Prozent sind dafür, 30,8 Prozent dagegen.

Neben den Antworten auf die zwölf Fragen konnten die Mitglieder die für sie wichtigsten Themen auswählen. Mit 61,45 Prozent lag  hier das Thema Wohnen deutlich vor der Frage nach dem Neutralitätsgebot (32,82 Prozent) und der Inneren Sicherheit (26,99 Prozent).

 

 

Materialien zum Download

Ergebnis der Befragung (PDF-Dokument, 255.8 KB) (PDF)

 

Mitgliederbefragung: Die Fragen

Fast die Hälfte der Berliner SPD-Mitglieder beteiligte sich zum Schluss an der Mitgliederbefragung - ein Ergebnis, das das Interesse und Engagement zeigt.  Hier finden Sie den Aufruf zur Beteiligung und die 12 Fragen.