Stadt der Akzeptanz

BERLINprogramm 2011-2016 - Leitantrag für den Landesparteitag

Stadt der Akzeptanz
Die SPD wird die Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ auswerten und weiterentwickeln. Wir werden Einrichtungen, Projekte und Angebote in den Bereichen Aufklärung, Beratung und Opferhilfe ausbauen. Es bedarf einer weitergehenden Sensibilisierung bei Polizei und Strafverfolgungsbehörden bei homophoben Straftaten. Opfer vorurteilsmotivierter Straftaten sollen unterstützt und zu Anzeigen ermutigt werden.
Wir unterstützen Projekte, die Homophobie in Schulen und auf der Straße bekämpfen. Außerdem unterstützen wir Konzepte, die gewährleisten, dass Menschen auch im Alter ihre sexuelle Identität diskriminierungsfrei leben können. Hierbei denken wir etwa an die Einrichtung von speziellen Seniorenheimen, Seniorenwohnhäusern, Pflegediensten oder Mehrgenerationenhäusern.
Darüber hinaus werden wir weitere Bundesratsinitiativen mit dem Ziel des Abbaus von Benachteiligungen und Diskriminierungen anstoßen. Die Berliner SPD wird sich weiterhin an Veranstaltungen beteiligen, um die Mehrheitsgesellschaft für die Anliegen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersexuellen und transidenten Menschen zu sensibilisieren.
Berlin soll weiterhin eine Stadt der Vielfalt und des friedlichen Zusammenlebens von Menschen aller Lebensweisen sein. Die SPD will diese gelebte Toleranz fördern, indem sie die Ehe mit allen Rechten und Pflichten für Paare gleichen Geschlechts ermöglicht und diese der Ehe von Paaren unterschiedlichen Geschlechts vollständig gleichstellt. Wir setzen uns dafür ein, dass als erster Schritt dahin die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare im Kindschaftsrecht eingeführt wird. Zur Umsetzung dieser Vorhaben bedarf es eines engen Zusammenwirkens mit den zuständigen Institutionen auf Bundesebene.