Außenwirtschaftsstrategie und Ansiedlungen für Berlin

BERLINprogramm 2011-2016 - Leitantrag für den Landesparteitag

Außenwirtschaftsstrategie und Ansiedlungen für Berlin

Um langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein, muss Berlin attraktiv für Ansiedlungen sein. Die Wirtschaft der Stadt muss eingebunden sein in den Export und internationale Wertschöpfungsketten. Gerade für Unternehmen des europäischen, asiatischen und arabischen Raumes ist Berlin attraktiv. Dazu hat auch die weltoffene und kreative Ausstrahlung der Stadt erheblich beigetragen.
Um diese Entwicklung zu verstärken, strebt die SPD eine neue Außenwirtschaftsstrategie für Berlin an. Um den Außenhandel, die offensive Anwerbung von Unternehmen sowie die Vernetzung international tätiger Berliner Unternehmen zu koordinieren und zu verbessern, werden die bestehenden Angebote zur Anwerbung von Unternehmen aus dem Ausland stärker gebündelt und aufeinander abgestimmt. Neben Standortmarketing und Ansiedlungswerbung sollen auch die internationalen Netzwerke der Berliner Forschungseinrichtungen Träger der Strategie sein.
Neben der Ansiedlung neuer Unternehmen muss der Ausbau der Exportpotentiale der Berliner Wirtschaft durch die Erschließung neuer Märkte im Vordergrund der Bemühungen stehen. Eine besondere regionale Bedeutung kommt dabei den mittel- und osteuropäischen Staaten sowie dem asiatischen und arabischen Raum zu. Die erfolgreiche „Oder-Partnerschaft“ Berlins mit drei Bundesländern und vier westpolnischen Wojewodschaften unterstreicht die Bedeutung und das Potential, die in der Kooperation mit unseren osteuropäischen Nachbarn und insbesondere mit unserem Nachbarland Polen liegen.
Die Berliner Unternehmen selbst – und ehemalige Berliner Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich für Berlin engagieren wollen – sind die Träger der Außenwirtschaftsaktivitäten des Landes. Die SPD will sie – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – als Partner der Stadt und „Botschafter der Berliner Wirtschaft“ gewinnen.