Spandau

EU-Projekte in Spandau

Bürgerengagement für Gatow

Gatow als Wirtschafts-, Wohn- und Erholungsstandort zu einem ganzheitlichen Konzept zusammen zu führen und alle Interessierten daran zu beteiligen, war Absicht eines Projektes, das vom Europäischen Sozialfonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird.
Ortsansässige Vereine, Unternehmen sowie aktive Bürgerinnen und Bürger entwickelten Leitbilder auf der Basis des besonderen Raumes Gatow.
Die Ziele der Standortentwicklung wie
• Ausbau als Naherholungsgebiet - „sanfter Tourismus“
• Landwirtschaftliche Flächenbewirtschaftung und Produktvermarktung
• Schaffung eines Kommunikationsmittelpunktes
• Ausbau eines Netzwerkes zur Wirtschaftsförderung Gatows
• Aufbau eines zukunftsorientierten Standortmanagements
wurden mit verschiedenen Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt.
Faltblätter und eine Freizeitkarten wurden entwickelt, die Touristen und Ausflügler auf Wander- und Rundwegen z.B. durch das historische oder das ländliche Gatow führen. Sportler finden über spezielle Flyer Reitwege, Wassersportmöglichkeiten und Nordic-Walking-Angebote.


Fahrschein lösen – Zukunft erfahren

Emissionsfrei durch die Stadt – im Rahmen des HyFleet:Cute-Projekts gehört Spandau zu den 10 Städten weltweit, in denen seit 2006 wasserstoffbetriebene Busse im Linienverkehr eingesetzt werden. In Spandau startete die Flotte von zunächst vier Bussen und wurde inzwischen auf 14 Busse aufgestockt. Hier kann jede/r mit dem Lösen eines normalen Fahrscheins ein Stück Zukunft erfahren und umweltfreundliche innovative Technik im Alltag erleben.
Erkennbar sind die Wasserstoffbusse an den gelben Höckern auf dem Dach, in denen der Wasserstoff gespeichert wird. Die intensive Mitarbeit in deutschen wie europäischen Projekten zum Thema Wasserstoff sieht die BVG als Chance, das eigene Profil auf diesem Gebiet weiter zu entwickeln und von den Erkenntnissen der weltweiten Forschung direkt zu profitieren.


Kiezküchen machen fit für den Arbeitsmarkt

Das Café Unvernunft im Kulturhaus Spandau gehört zu den Kiezküchen, in denen seit mehr als zehn Jahren Jugendliche mit „Vermittlungshemmnissen“ ausgebildet werden. Hier können sie ihren Berufsabschluss als Köchin oder Koch, Restaurantfachkraft, Hauswirtschafterin oder Hauswirtschafter erwerben. Meist haben diese Auszubildenden keine eigenen Auslandserfahrungen oder Fremdsprachenkenntnisse und wenig Selbstvertrauen. Hier setzen die nach dem italienischen Universalgenie Leonardo da Vinci benannten EU-Ausbildungsprogramm geförderten Projekte an: Mit Partnern aus anderen europäischen Ländern wurde ein interkulturelles Training konzipiert, das in die gastronomische Ausbildung integriert ist und den Jugendlichen Praktika im Ausland ermöglicht. Mit den fachlichen, sprachlichen und persönlichen Kompetenzen, die im Rahmen solchen Aktivitäten gefördert werden, steigt die Flexibilität und damit die Vermittlungschancen der bei der zukünftigen Arbeitsplatzsuche.

 

Gabi Stern