Wowereit on Tour: Treptow-Köpenick

Wowereit on Tour in Treptow-Köpenick

Hannes Hönemann, Karlheinz Nolte, Elke Oswaldt und Klaus Wowereit
 

„Treptow-Köpenick ist einer der beiden Bezirke, die Zuwachs haben: die Menschen gehen hier nicht weg!“, zeigte sich Karlheinz Nolte sichtlich erfreut. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD sowie Kandidat zur Wahl des Abgeordnetenhauses war gestern im Rahmen der „Wowereit Tour“ zu Gast auf der Roten Bühne, die dieses mal an der Schnellerstraße in Treptow-Köpenick halt machte.

 
Diskussionsrunde auf der Bühne
 

„Wir sehen, dass es sich gelohnt hat, dass wir in den letzten Jahren angepackt haben“, sagte der Spitzenkandidat Klaus Wowereit. Gerade in der Wirtschaft habe es viele Entwicklungen gegeben, erklärte Bezirksbürgermeister Klaus Ulbricht und bezog sich damit sowohl auf den erfolgreichen Forschungs- und Technologiestandort Adlershof als auch auf den bevorstehenden Bau des Flughafens BBI. Der Regierende Bürgermeister verteidigte die Entscheidung für den BBI und stellte klar: „Die Untersuchungen über die Zahl der Arbeitsplätze, die durch den Flughafen entstehen werden, sind keine Schönrechnung!“ Es entstünden viele Arbeitsplätze, die man dringend brauchte. Auch sei der ersten Spatenstich nicht nur symbolischer Natur: „Bald rollen die Bagger und es geht los!“, sagte der Regierende.

Hardy Schmitz, Geschäftsführer der WISTA, lobte die Entwicklung des Standorts Adlershof. Es sei wichtig gewesen, dass man Adlershof Zeit gelassen habe, zu wachsen und sich zu entwickeln. Auch was Verkehrsanbindungen und Infrastruktur anginge, habe er den Eindruck, „dass alle Hausaufgaben gemacht werden.“ Johannes Schurack, Vize Präsident und Leiter des Laser Departments „Lasertechnik Berlin“ freute sich über die gelungene Entwicklung des LTB mit seinen über 30 Mitarbeitern, ein Traum sei Wirklichkeit geworden.

Zu Gast war auch Paul Häring vom Familienbetrieb Bürgerbräu, Berlins ältester Brauerei. Bei einem Glas Bier aus eigener Herstellung erklärte Häring den Erfolg des Betriebes: „Wir sind schneller und flexibler als die anderen.“ Bürgerbräu exportiert 10% seiner Produkte nach Japan.

 
Um Jugendarbeit im Kiez ging es bei der Diskussion mit Elke Oswaldt vom Team Treptow der mobilen Jugendarbeit „Outreach“ in Berlin. Unter sozialraumorientierter Jugendarbeit verstehe sie Jugendarbeit im Kiez in relativ kleinen Gebieten. „Es ist wichtig, sich ganz nah an den Bedürfnissen der Jugendlichen zu orientieren“, so die Mitarbeiterin. Ein Ziel von Outreach sei es, die Jugendlichen wieder in die Gesellschaft und auch wieder in ihre Familien zu integrieren. „Die Jugend braucht eine Perspektive“, forderte Oswaldt. Gerade rechtsextremen Jugendlichen gelte es eine Alternative zu geben. Auch Karlheinz Nolte betonte die Rolle der freien Träger wie Outreach: „Gerade aufsuchende Jugendarbeit ist wichtig!“. Es sei notwendig, die Jugendlichen aufzuklären. Wowereit gab sich zustimmend: „Es gibt leider immer noch Menschen, die sich von den ewig Gestrigen, die aus der Geschichte NICHTS gelernt haben, blenden lassen“. Dabei sprach er der Polizei ein großes Lob aus, die sehr gute Arbeit mache. Der kleinen Zahl Rechtsextremer, die auch erschienen war, gab er deutlich zu verstehen: „Es sind auch einige Menschen hier, die wir nicht gerne sehen“.
 
Gabriele Schöttler und Bezitksbürgermeister Klaus Ulbricht
 

Klaus Wowereit würdigte auch die politische Arbeit des Bezirksbürgermeisters Klaus Ulbricht und bezeichnete ihn als Legende. Dieser wird sein Amt des Bezirksbürgermeisters abtreten. „Es hat mir großen Spaß gemacht, für die Menschen da gewesen zu sein“, resümierte Ulbricht, er werde der Politik allerdings erhalten bleiben und sich weiter für die SPD in der Region einsetzen. Nachfolgerin soll Gabriele Schöttler, ehemalige Berliner Arbeitssenatorin, werden. „Die Stärken des Bezirks müssen wir noch stärker machen“ forderte die Bezirksbürgermeisterkandidatin. Dabei sei der direkte Dialog sehr wichtig, sie werde ganz viel mit den Menschen reden und ihnen zuhören.

Klaus Wowereit lobte die bunte Mischung der Kandidatinnen und Kandidaten und warb beim zahlreichen Publikum um deren Stimme für die SPD. Berlin müsse jetzt auf die positive Stimmung, die bei der Weltmeisterschaft entstanden sei, weiter aufbauen. Daran gelte es jetzt in Zukunft weiter zu arbeiten: „Diese Stadt ist noch nicht fertig, es gibt noch viel Luft um etwas zu bewegen!“.

Bericht: Marco Gerster