Wowereit on Tour: Spandau

Wowereit on Tour in Spandau

„Ich kenne Klaus Wowereit schon sehr lange, er ist und bleibt die beste Lösung für Berlin“, warb Werner Salomon, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Spandau, für den Spitzenkandidaten der SPD. Die Rote Bühne des Regierenden machte gestern im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wowereit on Tour“ halt in Spandau. Zu Gast war auch der Parteivorsitzende Kurt Beck, mit dem Wowereit zuvor die Altstadt Spandaus besichtig hatte.

Werner Salomon hatte vorgestern sein neues Buch „Blickpunkt Spandau. Erinnerungen von Werner Salomon“ vorgestellt. Damit solle auch die jüngere Generation angesprochen werden, sagte Salomon, „insbesondere die jungen Leute sollen ein Stück Zeitgeschichte vermittelt bekommen.“ Zur Bezirksbürgermeisterkandidatin Ursula Meys sagte er, die Zeiten seien ohne Frage schwieriger geworden, aber man könne auch mit einem kleinen finanziellen Spielraum sehr viel bewegen. „Es ist an der Zeit, dass es in Spandau einen Wechsel gibt“, forderte Salomon und bat das zahlreiche Publikum, Ursula Meys zu unterstützen. Auch Abgeordnetenhauskandidat Thomas Kleineidam lobte die BVV Spitzenkandidatin: „Sie kennt die Probleme der Menschen, deswegen ist sie ganz besonders qualifiziert.“ Der ehemalige Bezirksbürgermeister Salomon gab Meys noch einen guten Rat mit auf den Weg: „Zuhören ist wichtiger als Reden“. Gerade Politiker sollten auch einmal in die Kneipe oder an eine Bushaltestelle gehen, da werde Tacheles geredet und man erfahre, was die Menschen wirklich bewegt. An Klaus Wowereit schätze er, dass er sich auch für kommunalpolitische Themen interessiert: „Spandau ist mit Wowereit außerordentlich gut bedient!“ Er selbst stehe ihm sehr gern mit seiner Erfahrung und seinem Rat zur Seite.

Klaus Wowereit betonte beim Thema Wirtschaft, wie wichtig es sei, sich rechtzeitig für Innovation und Investitionen zu entscheiden. Als positives Beispiel nannte er das Unternehmen Siemens, bei dem er und Parteivorsitzender Kurt Beck am Mittwoch eine Betriebsbesichtigung gemacht hatten. „Siemens hat mit moderner Technologie und seinen zukunftsträchtigen Ideen genau die richtigen Antworten gegeben“, sagte der Regierende. Unternehmen dürften nicht warten bis ein Produkt nicht mehr erfolgreich ist um dann aufzugeben. „Man muss rechtzeitig umsteuern“, forderte Wowereit und fügte hinzu: „In Deutschlang ist noch kein Unternehmen untergegangen, weil die Arbeitnehmer Fehler gemacht haben!“
Kurt Beck lobte die Infrastruktur Deutschlands. Diese habe mehr zu bieten als irgendein Land, das mit Deutschland um Arbeitsplätze konkurriere. Gleichzeitig forderte er mehr Selbstbewusstsein: „Deutschland schlecht reden – dafür gibt es keinen Grund!“

Ein weiterer wichtiger Inhalt der Veranstaltung waren die Studiengebühren. Diese seien ein elementares Gerechtigkeitsthema, sagte der Parteivorsitzende Beck und forderte ein kostenfreies Erststudium. „Es ist zutiefst ungerecht, wenn aus Geldgründen nur das erste Kind studieren kann und die anderen leer ausgehen.“, sagte er. Fähigkeiten brach fallen zu lassen sei das Dümmste was man tun könne, argumentierte Beck. „Das wirkt sich nicht nur für den Einzelnen, sondern auch auf die Gesamtheit negativ aus!“
Darüber hinaus lobte der Parteivorsitzende den Wahlkampf der Berliner SPD. „Da geht es ordentlich zu und kein politischer Gegner wird herabgesetzt“. Die CDU dagegen mache mit ihren dunklen Motiven den Menschen nur Angst, „das sind keine Argumente, das ist Unfug!“

Nach einem Gruppenfoto mit den Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl des Abgeordnetenhauses (Thomas Kleineidam, Raed Saleh, Daniel Buchholz, Burgunde Grosse, Annika Lange ) zeigte Klaus Wowereit wieder einmal, wie wichtig ihm der direkte Kontakt mit den Menschen ist, indem er gut gelaunt und geduldig den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger nach einem Autogramm oder einem kurzen Gespräch nachkam.
Marco Gerster