Wowereit on Tour: Marzahn-Hellersdorf

14. September 2006 | Wowereit on Tour in Marzahn-Hellersdorf

„Wir hätten bei uns im Saarland sehr gerne so einen engagierten Klaus Wowereit als Ministerpräsidenten, wie ihn Berlin als Regierenden Bürgermeister hat!“, sagte der saarländische SPD-Chef Heiko Maas vor dem Eastgate Center. Die Wowereit-Tour mit dem Regierenden Bürgermeister und Spitzenkandidaten der Berliner SPD Klaus Wowereit machte am Donnerstag Station in Marzahn-Hellersdorf.

„Die Unternehmen sollen nicht Millionen in teure Abfindungen investieren, sondern rechtzeitig in neue Produkte!“, nahm Wowereit die Unternehmen in die Verantwortung. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seien keine Manövriermasse, die man einfach so wegschieben könne. Ein positives Beispiel sah der Regierende Bürgermeister in dem Unternehmen Siemens. Dies habe trotz einer sehr guten Auftragslage gleichzeitig an einer neuen Turbine entwickelt und investiert. Wowereit betonte zugleich auch die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Unternehmen. „Viele junge Menschen kommen von der Uni und haben wirklich gute Ideen, die dürfen nicht abwandern!“, forderte er. Da gelte es, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen. Klaus Mätz, BVV-Spitzenkandidat für die SPD Marzahn-Hellersdorf , sprach sich dafür aus, noch mehr Investoren in seinen Bezirk zu holen. Ralph Teuber, Manager des Eastgate Centers, zeigte sich mit dem Eastgate sehr zufrieden: „Wir haben nach einem Jahr eine sehr positive Bilanz. Wir sind voll vermietet und es gab bisher keinen einzigen Mieterwechsel.“

Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sprach sich beim Thema Wirtschaft für den Bau des Flughafens BBI aus. „Wir brauchen über zukünftige Arbeitsplätze nicht reden, wenn die Infrastruktur nicht stimmt.“ Auch Klaus Wowereit betonte die Bedeutung des Großflughafens für ganz Deutschland: „Jeder investierte Euro in Ostdeutschland ist auch gut investiert für das ganze Land.“ Neben wichtigen Investitionen habe man allerdings auch viel sparen müssen, so die Haushaltspolitische Sprecherin Iris Spranger. „Aber wir haben das mit viel Augenmaß gemacht, das merken die Menschen.“

Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war der Übergriff auf die beiden jungen SPD-Wahlkämpfer durch Rechtsextreme im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Klaus Wowereit verurteilte die Gewalttat aufs Schärfste und zeigte Mitgefühl für die Opfer. Iris Spranger betonte, dass gerade auch junge Menschen rechtsextreme Gewalt zutiefst verurteilen. Der Regierende warb beim Publikum dafür, am 17. September demokratisch zu wählen und verteidigte zugleich das Gesetz, das nun auch den 16-jährigen den Gang zur Wahlurne auf BVV- Ebene erlaubt. „Wir müssen den jungen Menschen etwas zutrauen und ich bin mir sicher, sie werden uns nicht enttäuschen!“ Gerade jetzt gelte es eine hohe Wahlbeteiligung unter den Jung- und Erstwählern zu erreichen, um die Kritiker eines Besseren zu belehren. Die Stadträtin für Bildung Kultur und Sport Marlit Köhnke unterstrich die Rolle der Bildung im PDS geführten Bezirk und machte deutlich: „Bildung war bisher nicht oberste Priorität in Marzahn-Hellersdorf, wer das will, muss die SPD wählen!“

Zum Schluss gab es noch die begehrten Wowi-Bären, die Wowereit fröhlich an das zahlreiche Publikum verteilte. Mit der Station in Marzahn-Hellersdorf geht die Veranstaltungsreihe „Wowereit on Tour“ offiziell zu Ende, allerdings wird der Regierende Bürgermeister am Samstag noch einen Stopp in seinem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf einlegen und auf der gewohnten Roten Bühne mit politischen Gästen talken und für das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler werben.


Marco Gerster