Wowereit on Tour: Charlotteburg-Wilmersdorf

Wowereit on Tour auf dem Lietzenseefest in Charlottenburg-Wilmersdorf

 

„Klaus Wowereit ist jemand, der für die Stadt streitet, wenn es ernst wird- so jemanden braucht Berlin!“, warb die  Bundestagsabgeordnete für Charlottenburg-Wilmersdorf Petra Merkel am vergangenen Samstag auf der Schillerwiese für den Regierenden Bürgermeister. Die SPD Charlottenburg-Wilmersdorf hatte wie jedes Jahr zu Ihrem Kinder und Familienfest am Lietzensee eingeladen. Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Wowereit on Tour“ war auch der SPD Spitzenkandidat vor Ort.

 
 
Neben zahlreichen Angeboten für Kinder wie Puppentheater oder Ponyreiten gab es auch zahlreiche Infostände, an denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger direkt informieren und mit den Direktkandidatinnen und Direktkandidaten ins Gespräch kommen konnten. Diese sind in Charlottenburg-Willmersdorf Dr. Felicitas Tesch, Marc Schulte, Ülker Radziwill, Frank Jahnke, Klaus Wowereit, Hella Dunger-Löper und Christian Gaebler. Unter dem zahlreich erschienenen Publikum waren auch Bildungssenator Klaus Böger, Präsident des Abgeordnetenhauses Walter Momper, Justizsenatorin Karin Schubert, Senator für Finanzen Thilo Sarrazin und Innensenator Dr. Erhart Körting.
 
 

Dem Regierenden Bürgermeister war es ein Anliegen, sich für seinen Bezirk und seinen Wahlkreis auszusprechen. „Die City-West muss sich nicht verstecken, sie und der Ku´damm sind attraktiver denn je“, sagte Wowereit und fügte fröhlich hinzu „Ich fühle mich sehr wohl hier.“ Jede Ecke in Berlin habe seine eigenen Reize und nicht nur ein einziges Zentrum, das sei gut so. In seinem Wahlkreis Grunewald/ Halensee sei es nicht unbedingt einfach für die SPD: „Wir müssen die Menschen überzeugen und ich hoffe, dass uns das gelingt.“

Der Spitzenkandidat der Berliner SPD hatte gestern anlässlich des 250 jährigen Jubiläums des jüdischen Krankenhauses eine Rede gehalten und nutzte auch auf dem Fest die Gelegenheit, sich entschlossen für die Demokratie und gegen rechtsextremistisches Gedankengut auszusprechen und appellierte an die Wählerinnen und Wähler: „Es gibt eine Möglichkeit, denen eine klare Absage zu erteilen: Bitte gehen Sie zur Wahl und sorgen Sie dafür, dass solche Parteien bei uns weder im Land noch in den Bezirken irgendeine Chance haben, das ist unsere gemeinsame demokratische Verpflichtung!“

 
Ein weiteres Gesprächsthema war Berlins Mentalitätswechsel. Er sei 2001 unter schwierigen Bedingungen angetreten, „Mentalitätswechsel war angesagt“. Dieser könne allerdings nicht angeordnet, sondern müsse erarbeitet und gelebt werden. Die Fußballweltmeisterschaft sei eines von vielen Beispielen, wie der Wechsel gelungen sei. „Wir haben Partner gefunden für diesen mentalen Wechsel: die Unternehmensverbände, die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer, sie alle sagen: es geht aufwärts!“ Die IHK und die Handelskammer hätten versprochen, jedem Jugendlichen, der einen Ausbildungsplatz in dieser Stadt sucht, zusammen mit der Politik besonders zu betreuen und zu vermitteln. „Das ist ein gutes Zeichen- so muss man die Dinge anpacken!“, gab sich Wowereit zuversichtlich. Den Gewerkschaften sprach er großes Kompliment aus. Der Solidarpakt sei vorgelebte Solidarität: „Das wäre vor Jahren in dieser Stadt nicht möglich gewesen.“
 
 

„Klaus Wowereit ist ein Mensch, der sehr gerne lacht. Er hat eine unglaubliche Fähigkeit, auf die Menschen einzugehen.“ Dieser sympathischen Beschreibung durch Petra Merkel wurde Klaus Wowereit in jedem Fall gerecht, als er sich nach seinem Auftritt auf der Bühne noch lange in die Menge begab um Autogramme zu verteilen und mit den Bürgerinnen und Bürgern zu plaudern.

 

Bericht | Fotos: Marco Gerster