Unterwegs 2005

Unterwegs 2005

Klaus Wowereit in Oranienburg

Foto: Jens Holtkamp
 
Klaus Wowereit in Oranienburg, um die dortige MdB Angelika Krüger-Leißner zu unterstützen. Sie ist die MdB und Kandidatin für den Wahlkreis Oberhavel- Havelland II. Angelika Krüger-Leißner ist Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Arbeit sowie Kultur und Medien.
 

Klaus Wowereit und Schulz in Spandau: Mitten im Kiez der Neustadt

Foto: Roba Maarouf
 
Die Neustadt ist ein spannender Stadtteil, der für seine weitere Entwicklung Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigt. Darum lud der Bundestagsabgeordnete Swen Schulz am 7. September 2005 den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit ein, um mit den dort lebenden Menschen einen Nachmittag zu verbringen.
 

Klaus Wowereit und Ditmar Staffelt: Mit der U-Bahn durch Neukölln

Foto: Matthias Albrecht, Rainer Knörr
 
Going underground: Auf der Strecke zwischen Hermannplatz und Rudow fuhren der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und der Neuköllner SPD-Bundestagsabgeordnete Ditmar Staffelt am Freitagabend, 19. August, mit der U-Bahn, gaben Autogramme und sprachen mit den Neuköllnerinnen und Neuköllnern über Sorgen und Nöte, Chancen und Erfolge und die Politik.
 

27. Juni 2005: Rundgang an der TU

Fotos: Sylvia Rochow
 
Rundgang an der TU Berlin am 27. Juni 2005: Klaus Wowereit informierte sich bei seinem mehrstündigen Besuch an der Technischen Universität über konkrete Kooperationsbeispiele zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Auf einer Besichtigungstour durch das Produktionstechnische Zentrum (PTZ) am Spreeeknie stellte ihm der Leiter des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der TU sowie des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), Prof. Dr.-Ing. Eckart Uhlmann, mehrere aktuelle Wissenschaftsprojekte aus Natur- und Ingenieurwissenschaften vor. ab.
 

"Tag für Demokratie" - "Gesicht zeigen"

Foto: Horb
 
Tag für Demokratie am Brandenburger Tor am 8. Mai: Am SPD-Stand machte Klaus Wowereit mit bei der Aktion "Gesicht zeigen". Hunderte Berlinerinnen und Berliner gaben dort ihr persönliches Bekenntnis gegen Rechtsradikalismus und für Demokratie und Toleranz ab.
 

Wowereit-Rede zum 60. Jahrestag des Kriegsendes in Berlin

Foto: SPD Berlin
 
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hielt gestern auf der Gedenkveranstaltung des Berliner Senats zum 60. Jahrestag des Kriegsendes in Berlin im Berliner Rathaus die folgende Rede, die wir in Auszügen dokumentieren.



“Heute vor 60 Jahren, am 2. Mai 1945, endete in Berlin der 2. Weltkrieg.


In den frühen Morgenstunden unterzeichnete der Kampfkommandant von Berlin, General Helmuth Weidling, im Haus am Schulenburgring 2 in Tempelhof die Kapitulation seiner Truppen. Damit war die Schlacht um Berlin beendet, die am 16. April mit dem Sturm auf die Seelower Höhen begonnen hatte.
Die Zahl der getöteten, verwundeten oder vermissten sowjetische Soldaten geht in die Hunderttausende. Wie viele deutsche Soldaten getötet wurden, ist nicht bekannt, aber es waren einige Hunderttausend, die in Gefangenschaft gerieten. Und es waren Tausende Berlinerinnen und Berliner, die bei der Schlacht um Berlin ihr Leben verloren.


Die Stadt war eine Trümmerwüste. (...) Noch war die Lage in Berlin sehr unsicher – auch und gerade an diesem 2. Mai. Während das Ende der Kampfhandlungen über Rundfunk und Lautsprecher-Wagen verbreitet wurde, befahl das Oberkommando der Wehrmacht: Die verbliebenen deutschen Soldaten hätten sich wie Hitler zu opfern, um ‘Volk und Europa vor der Vernichtung durch den Bolschewismus zu erretten’. Und noch immer flammte hier und da der nationalsozialistische Terror auf. Es sollten noch fünf Tage vergehen, bis sich die deutschen Generäle zur bedingungslosen Kapitulation aller deutschen Streitkräfte durchringen konnten und die Waffen in ganz Deutschland schwiegen.


Der Krieg in Berlin war am 2. Mai zu Ende, die Waffen schwiegen, die Nazi-Führung war tot oder auf der Flucht. Das Regime hatte keine Macht mehr. Die bedingungslose Kapitulation war die logische Folge. Mit diesem 2. Mai 1945 endeten Krieg, Verfolgung und Unterdrückung in Berlin. Die Menschen mussten keine Angst mehr haben vor Bomben und Granat-Feuer. Und sie mussten auch keine Angst mehr haben vor marodierenden SS-Truppen, die zuletzt sogar Kinder ermordet hatten, die keinen sinnlosen Krieg mehr führen, sondern einfach überleben wollten. Ein Tag der Befreiung war der 2. Mai auch für Berliner Juden, die der Deportation in die Vernichtungslager entgehen konnten, weil sie untergetaucht waren oder ihnen der nicht-jüdische Ehepartner Schutz bot. Sie hatten in ständiger Angst vor Denunziation, Verhaftung und Deportation leben müssen.


Und auch die Luftangriffe der kommenden Befreier hatten sie mehr fürchten müssen als die Deutschen. Juden blieb der Zugang zu Luftschutzkellern verwehrt. Sie waren den Bomben und Granaten schutzlos ausgeliefert. ( ... ) Wir haben heute Zeitzeugen dieser Tage eingeladen, die das Ende des Krieges oder Teile des Krieges in Berlin erlebten. Sie haben Erinnerungen unterschiedlicher Art gemacht und stehen so für viele Facetten des Kriegsendes. Ich danke Ihnen, dass Sie gekommen sind. Ich bin mir sicher, dass Sie - auch wenn manche damals nicht so denken konnten - von heute aus diese Tage als Befreiung ansehen. Richard von Weizsäcker hat diesen Konsens vor zwanzig Jahren in seiner berühmten Rede für alle Deutsche formuliert. Dieser Konsens gilt. Und er wird, wenn nötig, verteidigt werden müssen.

Am 2. Mai war die Befreiung Berlins noch eine Befreiung unter Vorbehalt. Erst am 8. Mai gab sich das Hitler-Regime endgültig geschlagen. In Berlin stand der tägliche Existenzkampf auf der Tagesordnung. Wie sollte die Stadt versorgt werden? Hier hat – und das darf hier nicht verschwiegen werden - der Kommandant der sowjetischen Besatzungsmacht, Bersarin, seine Verdienste. Noch bevor Berlin endgültig besiegt war, hatte er Anweisungen für die Versorgung der Bevölkerung und die Herstellung geordneter Verhältnisse gegeben. Es gehört zur historischen Wahrheit, dass wir an diesem Tag auch der Verdienste der Roten Armee gedenken. Die Sowjetunion hatte im Kampf gegen Hitler den größten Blutzoll zu entrichten. Ihren Soldaten drohte ein grausames Schicksal, wenn sie in deutsche Hände fielen.


Auf Gnade und Menschlichkeit hofften sie vergebens. Bei ihrem Vormarsch auf Berlin sahen sie, was die Deutschen angerichtet hatten. Verbrannte Dörfer und Städte, bestialisch ermordete Männer, Frauen und Kinder. Das ist eine Erklärung für die Übergriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung - Frauen wurden geschändet, Familien um ihre letzte Habe gebracht. Eine Rechtfertigung ist das nicht. Für Verbrechen gibt es keine Rechtfertigung, egal wer sie begeht. Krieg ist immer ungerecht und unmenschlich, und Opfer sind auf jeder Seite Opfer. Man muss um alle Opfer wissen, aber man kann sie nicht gegeneinander aufrechnen. Aber wenn wir an die Opfer der deutschen Zivilbevölkerung erinnern, dann müssen wir daran erinnern, dass es die Deutschen waren, die der Welt den Krieg erklärten, um sie nach ihren rassistischen, menschenverachtenden Vorstellungen neu zu ordnen. ( ... ) Wir müssen alles tun, damit das Gedenken an die junge Generation weitergegeben wird.


Nur wenn die jungen Menschen in Europa einander zuhören, wenn sie sich ihrer eigenen Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen vorbehaltlos stellen und wenn sie sich öffnen für die Geschichte ihrer Nachbarn, haben wir eine Chance, dass sich diese Geschichte nicht wiederholt. Gerade wir Deutschen haben da Nachholbedarf. Wir wissen inzwischen viel darüber, was in deutschem Namen angerichtet wurde, aber noch zu wenig, wie sehr die Menschen in Mittel- und Osteuropa gelitten haben – erst unter den Deutschen, dann unter dem Kommunismus.


Wir gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. · Wir gedenken der verfolgten und ermordeten Juden, der Sinti und Roma, der Homosexuellen und Andersdenkenden. Wir gedenken der Menschen, die als · Zivilisten oder Soldaten unschuldig ums Leben gekommen sind. Es ist unsere Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass ein solches Unrecht und eine solche Barbarei nicht wieder geschehen können. Wir müssen erinnern und dürfen nicht vergessen. Wir denken an das große Geschenk von Freiheit und Demokratie, die wir heute so selbstverständlich als Grundlage unseres Lebens betrachten. Wir leben in der längsten Periode des Friedens, die es seit Jahrhunderten in unserem Land gegeben hat.


Dafür sind wir dankbar, darauf sind wir stolz, weil wir die Demokratie zu einer verlässlichen Basis unseres Zusammenlebens gemacht haben. Wir werden sie erhalten und, wenn es darauf ankommt, auch verteidigen. Demokratie entsteht jeden Tag neu, lassen Sie uns daran gemeinsam weiter arbeiten. Vielen Dank!”

 

"Tag für Demokratie"

Foto: Horb
 
Auf dem SPD-Landesparteitag am 9. April 2005 hat der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in seiner mit großem Beifall aufgenommenen Rede dazu aufgerufen, dem Rechtsradikalismus entgegenzutreten und den 8. Mai als Tag der Befreiung würdig zu begehen. Richard von Weizsäcker habe dazu vor 20 Jahren den geltenden Konsens formuliert. Geradezu unerträglich sei es, wenn Vertreter demokratischer Parteien die Grenzen nicht mehr klar ziehen könnten. Scharfe Kritik übte Wowereit in diesem Zusammenhang an Äußerungen aus der Berliner CDU: "Wir diskutieren hier über Werteunterricht. Ich habe manchmal den Eindruck, das ist nicht nur eine Frage für junge Menschen in den Schulen, sondern leider mittlerweile auch für führende Mitglieder der CDU." Wowereit rief zur Teilnahme an den Veranstaltungen am 7. und 8. Mai rund um das Brandenburger Tor auf, mit denen öffentlich gezeigt werden könne, dass es ein "besseres Deutschland" gibt. Mehr Informationen: www.tagfuerdemokratie.de
 

Klaus Wowereit: Gedenken in Sachsenhausen

Auch 60 Jahre nach Kriegsende heißt es für uns alle: Erinnern und nicht vergessen!" Darauf hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit in seiner Rede zum 60. Jahrestag der Befreiung des KZ Sachsenhausen am 17. April hingewiesen. Unser Mitgefühl gehöre den Opfern, so Wowereit, ihre Qualen seien uns Mahnung und Vermächtnis. "Wir dürfen nicht vergessen. Wir dürfen das Feld aber auch nicht jenen überlassen, die die in deutschem Namen begangenen Verbrechen leugnen, schönfärben oder verdrängen wollen." Es gebe keinen Zweifel, dass der 8. Mai der Tag der Befreiung sei. "Es hat in Berlin Versuche gegeben, diesen Konsens aufzukündigen. Das werden wir nicht dulden!"

Die Rede können Sie hier lesen
 

Anteilnahme und Hilfe aus Berlin

 

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat in seiner Neujahrsansprache an die Opfer der Flutkatastrophe in Süd-Ost-Asien erinnert. In diesen Tagen und Stunden bewege uns alle die verheerende Flutkatastrophe, so Wowereit. "Die Bilder, die wir sehen, die Zahlen, die wir hören; sie machen fassungslos. Unsere persönlichen Sorgen, aber auch unsere Erfolge, sie erscheinen mit einem Mal nicht mehr so wichtig. Unser Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Familien und Freunden, es gilt unseren Landsleuten und den Menschen vor Ort gleichermaßen. Heute ist traurige Gewissheit, was schon seit Tagen böse Ahnung war: auch Berlinerinnen und Berliner sind betroffen. Wir erleben in unserer Stadt Tage der Trauer und der Anteilnahme. Wir erleben aber auch Tage der Solidarität und der Hilfsbereitschaft."

Die Bundesregierung, so Klaus Wowereit, habe ein umfangreiches Hilfsprogramm aufgelegt. "Kirchen, Verbände, Hilfsorganisationen und auch viele von Ihnen, liebe Berlinerinnen und Berliner, unterstützen die Betroffenen mit Spenden und Hilfsangeboten. Dafür danke ich Ihnen. Die Menschen in den überfluteten Gebieten werden für sehr lange Zeit auf Hilfe angewiesen sein. Ich bitte Sie daher herzlich, auch weiterhin das Ihnen Mögliche zu tun, um zu helfen."