Januar 2008

19. Januar | "Jugendliche nicht aufgeben"

"Jugendkriminalität und Verwahrlosung sind Themen, die politisch diskutiert werden müssen. Sie eignen sich aber überhaupt nicht für Wahlkämpfe und es macht keinen Sinn, mit einfachen Antworten komplizierte Probleme lösen zu wollen", erklärte Klaus Wowereit in einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel". Wowereit: "Das werfe ich dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch vor: Er instrumentalisiert das ernste Thema für die CDU-Politik, ohne im eigenen Land das Problem zu lösen." In Berlin gebe es solche Probleme auch. "Kriminellen Jugendlichen muss mit der notwendigen Härte begegnet werden. Da gibt es nichts zu tolerieren oder zu entschuldigen", sagte Wowereit. " Aber wir dürfen sie nicht aufgeben, wir müssen den Anspruch haben, sie mit erzieherischen Maßnahmen zur Vernunft zu bringen, anstatt sie auszugrenzen und auf Dauer wegzusperren."

 

1. Januar 2008 | Wowereit: Integrationschancen nutzen

In einer Ansprache hat sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit zu Beginn des Jahres insbesondere an die Berlinerinnen und Berliner mit türkischem Migrationshintergrund gewandt. Wowereit rief sie dazu auf, die ihnen zur Verfügung stehenden Bildungsangebote in Berlin auch wahrzunehmen.

„Nutzen Sie mit aller Kraft die Angebote, die das vielfältige Berliner Bildungswesen Ihnen macht. Drängen Sie in Familie und Nachbarschaft mit Nachdruck darauf, Chancen nicht zu vertun. Anstrengung lohnt sich, Bildung bedeutet Zukunft”, sagte der Regierende Bürgermeister. Ferner dankte Wowereit in dieser Ansprache insbesondere türkischen Unternehmen für die Schaffung von Ausbildungsplätzen.

Sie verhielten sich, so der Regierende Bürgermeister, vorbildlich: “Und sie sorgen in ganz besonderer Weise dafür, dass viele Jugendliche türkischer Herkunft eine berufliche Perspektive bekommen.”

 

1. Januar 2008 | „Die Weichen für 2008 gestellt"

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sieht die weitere Entwicklung der Stadt mit Zuversicht. "Wir haben die Weichen gestellt, dass auch 2008 ein erfolgreiches Jahr für Berlin wird. Die Arbeitslosigkeit ist weiter zurückgegangen, Berlins Wirtschaft befindet sich auf Wachstumskurs. Und was besonders zuversichtlich stimmt: Neben den großen Unternehmen tragen immer mehr kleinere, innovative Unternehmen zu diesem Wachstum bei."

Im Rahmen seines Bekenntnisses zum Ziel einer sozialen Stadt erklärte Wowereit, er wolle eine Arbeitswelt, in der alle Vollzeitbeschäftigten von ihrem Lohn tatsächlich leben könnten. Der Regierende Bürgermeister weiter: “Der Mindestlohn für alle Branchen muss kommen. Der Berliner Senat wird an dieser Stelle auch auf Bundesebene nicht locker lassen.”

Berlin, so Wowereit, sei ein exzellenter Wirtschaftsstandort. "Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für unsere Stadt. Im vergangenen Jahr waren es bedeutende Anbieter von Solartechnologie, die nach Berlin kamen. Jetzt verlegt der amerikanische Pharma-Konzern Pfizer seine Deutschland-Zentrale nach Berlin. Und die Springer AG lässt die ‘Bild’-Zeitung und ‘Bild am Sonntag’ künftig in Berlin produzieren." Forschung, Wissenschaft und Kultur, Weltoffenheit und Toleranz, das kreative Klima und die hohe Lebensqualität: Das mache Berlins Attraktivität aus. Berlin sei eine der angesagtesten Metropolen weltweit.

"Unsere Stadt zieht besonders begabte, kreative und hochqualifizierte Menschen an, die mit ihren Ideen und ihrer Lebensfreude immer wieder neue Impulse setzen."