April 2007

23. April | Wowereit: Die Chancen des demografischen Wandels nutzen

 

"Demografischer Wandel in Berlin bedeutet nicht Stillstand, sondern große Dynamik." Das stellte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit am Montag in einer Grundsatzrede im Rahmen des „Stadtforums Berlin 2020“ fest. "Ich will den demografischen Wandel in Berlin nicht zur Krise werden lassen, sondern seine positive Dynamik für die Stadtentwicklung nutzbar machen", beschrieb Wowereit seine Leitlinie. 

"Ich möchte der sozialen Entmischung in der Stadt entgegenwirken und gezielt gemeinsame Räume für Jung und Alt schaffen." Kreative Ideen für das Wohnen im Alter und neue Ansätze bei der Pflege gehörten ebenso in die Überlegungen wie eine gute Bildung für künftige Generationen. Gleichzeitig sprach sich Klaus Wowereit für flexiblere Regelungen beim Renteneintritt aus, auch um das Erfahrungswissen zu erhalten. So sei vielleicht eine Rente mit 70 dann möglich, „wenn der Beschäftigte ab 60 zehn Jahre lang halbtags arbeitet". Wowereit rief dazu auf, "ohne Denkverbote und Scheuklappen nach dem Neuen" zu suchen.

Mehr zur Rede: http://www.berlinwahl.spd.de/servlet/PB/menu/1674053/f1710604-e1712190.html

Die Rede im Wortlaut: http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2007/04/23/76592/index.html

 

Fotos: Klaus Ehrenheim

 

16. April | Debatte um Tempelhof "rückwärtsgewandt"

Als "überholt und rückwärtsgewandt" hat Klaus Wowereit die Debatte um die Offenhaltung des Flughafens Tempelhof  bezeichnet.

In einer gemeinsamen Erklärung mit Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck betonte der Regierende Bürgermeister die historische Bedeutung des Flughafens. Der Flughafen für die Zukunft der Hauptstadtregion heiße jedoch nicht Tempelhof, sondern Berlin Brandenburg International. Klaus Wowereit: "Die historisch durch die Teilung Berlins geerbte Struktur der Verteilung des Flugverkehrs in der Hauptstadtregion auf drei Flughäfen ist nicht wettbewerbsfähig und kontraproduktiv für die Entwicklung eines international bedeutsamen Hauptstadtflughafens, der Direktverbindungen in die ganze Welt anbietet.“ Die Konzentration auf einen Flughafen sei unverzichtbar für einen modernen internationalen Anschluss der Hauptstadtregion an die bedeutenden politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Weltzentren. Die Globalisierung auch regional erfolgreich zu bestehen, bedeute, die Luftfahrtinfrastruktur der Region an die im Weltmaßstab geltenden Bedingungen anzupassen.

Matthias Platzeck: „Der Airport Berlin Brandenburg International steht für die Einbindung der Hauptstadtregion in den internationalen Waren-, Dienstleistungs- und Know-how-Transfer. Er ist unsere Startbahn in die Zukunft, bedeutet Arbeitsplätze und eine Stärkung auch der regionalen Wertschöpfungskette. Die bisherige Verzettelung des Luftverkehrs in der Hauptstadtregion muss endlich beendet werden.“

Wowereit: „Was wir Investoren und Fluggesellschaften aus aller Welt anzubieten haben, ist die Sicherheit, konsequent und zügig den Bau des Flughafens BBI voranzutreiben und diesbezüglich keine Gefährdungen einzugehen. Und wir freuen uns über jeden Investor, der in das Areal des ehemaligen Flughafens Tempelhof investieren will und dabei Nutzungen vorsieht, die keinen Flugverkehr voraussetzen. Auch ohne Flugverkehr bietet die Fläche des Flughafens Tempelhof einzigartige Entwicklungschancen. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang das Ziel des Senats, die Belastung der Bürgerinnen und Bürger durch den Fluglärm soweit wie möglich einzuschränken.“