Landesparteitag vom 9.April 2005: Wahl von Bundesparteitagsdelegierten

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Landesparteitag vom 9.April 2005: Wahl von Bundesparteitagsdelegierten

Landesparteitag 2005-04-09
 

Wahl der Delegierten für den Bundesparteitag
Auf dem Landesparteitag der Berliner SPD stand die Wahl von 14 Delegierten und Ersatzdelegierten für den Bundesparteitag der SPD am 14. bis 17. November in Karlsruhe auf der Tagesordnung. Dort soll das neue Grundsatzprogramm der SPD beschlossen werden.


1. Wahlgang Männer:
215 abgeg, Stimmen, 214 gültige Stimmen
Thomas Bryant (KVV MarzHell) 10 Stimmen
Michael Elze (KDV R'dorf) 154 Stimmen
Dr. Fritz Felgentreu (KDV Neukölln) 146 Stimmen
Dr. Tilman Fichter (KDV CharlWilm) 22 Stimmen
Thomas Isenberg (KDV Mitte) 24 Stimmen
Dr. Andreas Köhler (KVV Lichtenberg) 13 Stimmen
Klaus Mindrup (KDV Pankow) 138 Stimmen
Michael Müller (KDV TempSchön) 197 Stimmen
Mark Rackles (KDV FrhainKreuz) 172 Stimmen
Fabian Schmitz (KDV CharlWilm) 34 Stimmen
Uwe Stäglin (KDV StegZehl) 27 Stimmen
Dr. Klaus Ulbricht (KVV TrepKöp) 157 Stimmen

Im ersten Wahlgang gewählt: Michael Elze, Fritz Felgentreu, Klaus Mindrup, Michael Müller, Mark Rackles, Klaus Ulbricht.

1. Wahlgang Frauen:
abgeg, Stimmen 215, gültig 213,
Monika Buttgereit (KDV TempSchön) 185 Stimmen
Regine Koch (KDV R'dorf) 148 Stimmen
Christina Lindenberg (AsF) 45 Stimmen
Manuela-Andrea Pohl (AsF) 14 Stimmen
Mechthild Rawert (AsF, KDV TempSchön) 30 Stimmen
Dr. Nicole Rosin (KDV StegZehl, AsF) 51 Stimmen
Ulrike Sommer (KV Spandau) 142 Stimmen
Iris Spranger (AsF, KVV MarzHell) 151 Stimmen
Dr. Heike Stock (KDV CharlWilm) 160 Stimmen
Rosi Thölken (AsF, KDV Mitte) 159 Stimmen

im ersten Wahlgang gewählt: Monika Buttgereit, Regine Koch, Ulrike Sommer, Iris Spranger, Heike Stock, Rosi Thölken

Gemischter Wahlgang:
214 abg. Stimmen, 210 gültig
Thomas Bryant (KVV MarzHell) 7 Stimmen
Dr. Tilman Fichter (KDV CharlWilm) 10 Stimmen
Thomas Isenberg (KDV Mitte) 11 Stimmen
Christina Lindenberg (AsF) 19 Stimmen
Manuela-Andrea Pohl (AsF) 11 Stimmen
Mechthild Rawert (AsF, KDV TempSchön) 27 Stimmen
Dr. Nicole Rosin (KDV StegZehl, AsF) 141 Stimmen
Fabian Schmitz (KDV CharlWilm) 121 Stimmen
Uwe Stäglin (KDV StegZehl) 32 Stimmen

Gewählt: Dr. Nicole Rosin, Fabian Schmitz

Wahlgang Ersatzdelegierte:
Frauenwahlgang: 202 abg. Stimmen, 178 gültig
1. Mechthild Rawert 132 Stimmen
2. Manuela Pohl 96 Stimmen
3. Christina Lindenberg 81 Stimmen

Männerwahlgang: 202 abg. Stimmen, 183 gültig
1. Uwe Stäglin 144 Stimmen
2. Dr. Andreas Köhler 72 Stimmen
3. Thomas Isenberg 69 Stimmen

Veit Dieterich 43 Stimmen
Thomas Bryant 34 Stimmen

Die Kandidatinnen und Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge

Nominierungen Stand: 01.04.2005
Bundesparteitagsdelegierte

Björn Böhning (KDV FrhainKreuz) zurückgezogen
Thomas Bryant (KVV MarzHell)
Monika Buttgereit (KDV TempSchön)
Veit Dieterich (KDV StegZehl) zurückgezogen
Michael Elze (KDV R’dorf)
Dr. Fritz Felgentreu (KDV Neukölln)
Dr. Tilman Fichter (KDV CharlWilm
Dr. Annette Fugmann-Heesing (AsF, KDV TempSchön)
Thomas Isenberg (KDV Mitte)
Regine Koch (KDV R’dorf)
Dr. Andreas Köhler (KVV Li’berg)
Dilek Kolat (AsF) zurückgezogen
Christina Lindenberg (AsF)
Klaus Mindrup (KDV Pankow)
Michael Müller (KDV TempSchön)
Manuela-Andrea Pohl (AsF)
Mark Rackles (KDV FrhainKreuz)
Mechthild Rawert (AsF, KDV TempSchön)
Dr. Nicole Rosin (KDV StegZehl, AsF)
Fabian Schmitz (KDV CharlWilm)
Marc Schulte (KDV CharlWilm) zurückgezogen
Ulrike Sommer (KV Spandau)
Iris Spranger (AsF, KVV MarzHell)
Uwe Stäglin (KDV StegZehl)
Dr. Heike Stock (KDV CharlWilm)
Rosi Thölken (AsF, KDV Mitte)
Dr. Klaus Ulbricht (KVV TrepKöp)

 

Zur Person: Die Kandidatinnen und Kandidaten



Björn Böhning
26 Jahre, Juso-Bundesvorsitzender, Diplom-Politologe, Abteilungsvorstand Kottbusser Tor. Nominiert von der KDV Friedrichshain-Kreuzberg.
Der Bundesparteitag wird ein wichtiger, entscheidender Meilenstein für die SPD: Wir wollen unsere programmati-schen Grundlagen erneuern. Ziel muss es sein, die SPD wieder als Partei des sozialen Zusammenhalts und Fort-schritts zu positionieren. Zentral ist: Wir brauchen einen klaren Kompass sozialer Gerechtigkeit, um für die Men-schen mehrheitsfähig zu sein. Wir wollen das Berliner Programm nicht abschaffen, sondern in eine veränderte Zeit reformieren. Dabei sollten wir uns nicht am neolibe-ralen Freiheitsbegriff orientieren, denn als Demokratische SozialistInnen müssen wir selbstbewusst verdeutlichen, was Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in einer globa-lisierten Welt bedeuten.


Thomas Bryant

Nominiert von der KVV Marzahn-Hellersdorf.
Ich heiße Thomas Bryant, bin 25 Jahre alt und Student an der "Humboldt-Uni". Seit 2001 bin ich Mitglied der Marzahn-Hellersdorfer SPD und sitze als Vorsitzender der Abteilung 5 (Biesdorf) im hiesigen Kreisvorstand. Eben-falls seit 2001 bin ich Mitglied der SPD-Fraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf.
Auf Landesebene bin ich Landesparteitags- sowie Juso-LDK-Delegierter und arbeite derzeit in der Projekt-Gruppe "Grundsatz-Programm" des SPD-Landesvorstandes mit, so dass ich gerade für den programmatischen Teil des Bundesparteitags Ende 2005 inhaltlich gut vorbereitet bin. 2003 und 2004 war ich als Delegierter für den Bun-deskongress der Jusos erstmals auf Bundesebene tätig und würde gern weitere bundespolitische Erfahrungen sammeln.


Veit Dieterich
30 Jahre, Bundesvorsitzender der "Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken" seit Mai 2003 und stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendrings. Nominiert von der KDV Steg-litz-Zehlendorf.
Mitglied der SPD seit 1994, zurzeit im Vorstand der Abteilung Dahlem und Abteilungskassierer, Kreisdele-gierter und Ersatzdelegierter für den Landesparteitag, als Bundesvorsitzender der Falken beratendes Mitglied des Parteirats auf Bundesebene. Mitglied der Gewerkschaft ver.di.
Als Bundesparteitagsdelegierter möchte ich Anliegen, Erfahrungen und Sichtweisen der Sozialistischen Jugend und insgesamt aus der verbandlichen Kinder- und Ju-gendarbeit einbringen. Kernanliegen sind u.a. barriere-freie Zugänge zu Bildung und Ausbildung für alle und ein starker, investierender Sozialstaat, der Kinderarmut überwindet.


Michael Elze
59 Jahre alt, verheiratet, zwei 2 Kinder. Nominiert von der KDV Reinickendorf.
Eintritt in die SPD 1966 in Berlin-Hermsdorf, Kreis Reini-ckendorf, dem ich bis heute angehöre. Seit 1975 selbst-ständig als Steuerberater.
Es war nicht die allgemeine Tagespolitik, die mich bewog, in die SPD einzutreten, sondern es waren und sind die Grundwerte, die die SPD verkörpert und ich bin davon überzeugt, dass trotz allem Erneuerungsbedarf, diese nicht angetastet werden dürfen.
Seit 1968 in vielen Funktionen tätig: über Juso- Landes-sekretär, Abteilungsvorsitz, geschäftsführender Kreisvor-stand, Beisitzer im Landesvorstand, steuerpolitische AK's, im Finanzwesen der Partei usw. Zurzeit Sprecher der Reinickendorfer Antragskommission, Mitglied der Lan-desantragskommission, im KV Rdf. u. LPT. Delegierter.
Ein öffentliches Mandat für die SPD strebte ich nie an, sondern gab Grundsatzdebatten und Kiezarbeit den Vorzug. Deshalb engagiere ich mich bei der Berliner Projektgruppe Grundsatzprogramm und bewerbe mich als Delegierter für den BPT.


Dr. Fritz Felgentreu
36 Jahre, klassischer Philologe, verheiratet, zwei Kinder. Nominiert von der KDV Neukölln.
Mitglied des Abgeordnetenhauses. Rechtspolitischer Sprecher. Mitglied im Innenausschuss, im Ausschuss für Verfassungsschutz und im Unterausschuss Datenschutz. Kreisvorsitzender, Beisitzer im Landesvorstand. Stellver-tretender Vorsitzender der Antragskommission auf dem Landesparteitag. Stellvertretender Vorsitzender des August-Bebel-Instituts.
Politischer Schwerpunkt: Verbesserung der Lebens- und Entwicklungsbedingungen in sozialen Brennpunkten durch Nachbarschaftsbildung, Kriminalitätsbekämpfung und -prävention, Stärkung integrativen bürgerschaftli-chen Engagements und der wehrhaften Demokratie. Wahlkreisarbeit im Großraum Hermannstraße (Neukölln-Nord).


Dr. Tilman Fichter
Diplom Politologe, geboren am 1. August 1937 in Berlin-Wilmersdorf. Nominiert von der KDV Char-lottenburg-Wilmersdorf.
Besuch der Volks- bzw. Oberschule in Stuttgart bis zur Mittleren Reife und im Winter 1953/54 der Hamburger Seemannsschule. Danach Schiffsjunge. 1956 bis 1959 Lehre bei einer Stuttgarter Versicherungsfirma, 1959 bis 1961 Tätigkeit bei einer Londoner Rückversicherung. 1964 Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg am Berlin-Kolleg, danach Studium der Politischen Wissenschaft und Soziologie an der Freien Universität.
1963 bis 1970 Mitglied im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS). 1973 Dipl. Politologe, 1986 Promo-tion zum Dr. phil. 1971 bis 1981 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stammer-Institut für sozialwissenschaftli-che Forschung der FU. Seit 1982 Mitglied in der SPD. 1986 bis 2001 Referent für Schulung und Bildung beim Partei-vorstand der SPD in Bonn und Berlin. Derzeit Vorsitzender der Abteilung 74 in Charlottenburg.
Ich kandidiere, weil ich mich auf dem nächsten Bundesparteitag an der Programm-Debatte beteiligen möchte. Eine selbstkritische innerparteiliche Diskussion über die Zukunft der Arbeit in unserer modernen fragmentierten Gesellschaft tut meines Erachtens Not: Denn eine Gesell-schaft, in der immer mehr Menschen keine sinnvolle Arbeit mehr haben, kann sich letztlich nicht erneuern.


Thomas Isenberg

37 Jahre, seit 2 Jahren Bundesparteitagsdelegier-ter der SPD-Berlin, nominiert von der KDV Mitte.
Beruflich leitet er im Bundesverband der Verbraucher-zentralen den Fachbereich Gesundheit und Ernährung mit Zuständigkeit für die Referate "Gesundheit", "Pflege", "Ernährung", "Agrarpolitik". Isenberg ist u.a. Mitglied in der Gewerkschaft Verdi, der SGK Berlin e.V, der Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.
In früheren politischen Ämtern war er Mitglied eines AWO-Kreisvorstands, Sprecher der Fachtagung Medizin sowie Sozialreferent des AStA.
Thomas Isenberg ist Mitglied des Bundesausschusses sowie des Landesvorstands AG der SozialdemokratInnen im Gesundheitswesen, Abteilungsvorsitzender, Kreis- und Landesparteitagsdelegierter sowie Beisitzer im Kreisvor-stand Mitte.


Dr. Andreas Köhler
50 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, stellvertretender Kreisvorsitzender Lichtenberg. Nominiert von der KVV Lichtenberg.
Berlin stellt nur wenige Bundesparteitagsdelegierte. Gleichwohl sollte aus jedem Kreisverband wenigstens eine Delegierte/Delegierter zum Bundesparteitag nomi-niert werden, um auch kleineren Kreisverbänden eine Chance zu geben ("Grundmandat"). Deswegen hat mich mein Kreisverband Lichtenberg nominiert.
Ich habe 2002 für den Bundestag in Lichtenberg kandi-diert und sehr knapp verloren. Ich beabsichtige wieder für den Bundestag zu kandidieren und will 2006 den Wahl-kreis Lichtenberg gewinnen und so beitragen, dass Rot-Grün weiter regieren kann. Deswegen kandidiere ich als Delegierter für den Bundesparteitag.
Er soll auch Vorbereitung für einen erfolgreichen Wahlkampf 2006 sein. Die Bundestagswahl 2006 wird nicht nur in den mitgliederstarken Kreisverbänden Berlins, sondern überall gewonnen. Oder verloren. Wir müssen uns überall anstrengen und kämpfen. Deswegen möchte ich von Euch nominiert werden und bitte um Eure Stimme.


Klaus Mindrup
Im Mai 1964 geboren, seit Oktober 1982 Mitglied der SPD, Diplom-Biologe. Nominiert von der KDV Pankow.
Mein Herz hängt an der Kommunalpolitik. Von 1984-1989 war ich sachkundiger Bürger im Umwelt- und Planungs-ausschuss der Gemeinde Lienen. Seit 1999 bin ich Mit-glied der BVV, seit 2001 Fraktionsvorsitzender im Fusi-onsbezirk Pankow.
Ehrenamtlich stellvertretender Vorsitzender des Unab-hängigen Instituts für Umweltfragen e.V. (UfU) und Mitglied des Aufsichtsrates der Bremer Höhe eG. Daher politische Schwerpunkte: Kommunalpolitik, bürgerschaft-liches Engagement, Energie- und Umweltpolitik, Genossenschaften.
Für diese Themen möchte ich mich auf dem Bundespar-teitag einsetzen.


Michael Müller

Landes- und Fraktionsvorsitzender der Berliner SPD; 40 Jahre, verheiratet, 2 Kinder; nominiert von der KDV Tempelhof-Schöneberg.
Die wichtigste Aufgabe der Berliner SPD ist es, Berlin im schnellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel als eine soziale Stadt zu erhalten.
Unter schwierigsten Rahmenbedingungen unsere Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in praktische Politik umzusetzen, ist eine ständige Heraus-forderung. Deshalb müssen auch unsere Erfahrungen bei der Gestaltung dieser sozialen und internationalen Stadt in die Programmdebatte einfließen.


Mark Rackles
39 Jahre, verheiratet, 2 Töchter. Nominiert von der KDV Friedrichshain-Kreuzberg.
Seit Jahren in der SPD Berlin in verschiedenen Funktionen tätig. Aktuell als Kreisvorsitzender der SPD Friedrichs-hain-Kreuzberg und Mitglied im SPD-Landesvorstand. Das Herz schlägt links. Weitere Informationen zum Lebenslauf auf www.berlin.spd.de
Der anstehende Bundesparteitag wird zur programmati-schen Ausrichtung der SPD sowie zur Zukunft der Wehr-pflicht wichtige Richtungsentscheidungen treffen.
Die Programmdebatte habe ich seit Beginn in Berlin aktiv begleitet (2002 Mitglied Grundsatzprogrammkommission und seitdem oftmals Referent in Abteilungen). Zur Wehr-pflichtdebatte möchte ich meine Erfahrungen als Soldat, Zivildienstleistender und jahrelanges Mitglied in den Ausschüssen zur Anerkennung von Kriegsdienstverweige-rern einbringen.


Fabian Schmitz
Nominiert von der KDV Charlottenburg-Wilmersdorf.
Ich bin 25 Jahre alt, habe gerade mein Jura-Studium beendet und arbeite zurzeit in einer Kanzlei mit. Seit 2002 bin ich Landesvorsitzender der Jusos, seit diesem Jahr Mitglied der BVV in Charlottenburg-Wilmersdorf.
Nun kurz zu meiner Motivation, dieses Jahr für den Bundesparteitag zu kandidieren. Nachdem ich bereits in den letzten Jahren die Berliner SPD vertreten durfte, würde ich mich besonders gerne dieses Jahr mit meiner politischen Erfahrung und meinen Ideen in die Diskussion um das Grundsatzprogramm einbringen, das im Mittel-punkt der Beratungen stehen wird.
Ich würde gerne dazu beitragen, dass der Demokratische Sozialismus auch im 21. Jahrhundert das Leitbild der SPD bleibt und bitte Euch dafür um Eure Unterstützung.


Uwe Stäglin
34 Jahre, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Baustadtrat in Steglitz-Zehlendorf, von der Ausbildung Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung. Nominiert von der KDV Steglitz-Zehlendorf.
Ich bin Vorsitzender der SPD Lankwitz und einer der stellvertretenden Kreisvorsitzenden in Steglitz-Zehlendorf.
Warum kandidiere ich für den Bundesparteitag? Für mich ist sozialdemokratische Politik nicht nur von tagesaktuel-len Ereignissen geprägt, sondern vor dem Hintergrund einer klar definierten politischen Herkunft begründet. Dabei haben wir als Programmpartei ein breites Funda-ment der Herkunft unserer Werte und Grundvorstellun-gen. Der Begriff "Demokratischer Sozialismus" gehört für mich genauso dazu wie der Bezug auf christliche Werte.
Es geht für mich im neuen Grundsatzprogramm um die Zielsetzung einer solidarischen Gesellschaft in einer seit dem Berliner Programm veränderten Welt. Und in dieser Gesellschaft sollen Demokratie ausgebaut, Gerechtigkeit geschaffen, Diskriminierungen abgebaut werden und alle die Möglichkeit zur Teilhabe haben. Es müssen aber auch Antworten gefunden werden, wie bestehende soziale Sicherungssysteme weiterentwickelt werden können, um sie zu sichern. Das sind für mich Eckpunkte für das neue Grundsatzprogramm, an dessen Erarbeitung und Beschlussfassung ich gerne mitwirken möchte: Daher bitte ich um Eure Unterstützung!



Dr. Klaus Ulbricht
Geboren am 28. September 1938 in Dresden, verheiratet, 3 Kinder. Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, nominiert von der KVV Treptow-Köpenick.
1956-1961 Studium an der Technischen Universität Dresden, Fachrichtung Chemie, danach wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Akademie der Wissenschaften in Berlin, 1967 Promotion an der Humboldt-Universität Berlin, danach Tätigkeit beim Zentralinstitut für physikalische Chemie bis 1991. 1989 Eintritt in die SPD, 1990 Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksverodnetenversammlung in Köpenick, 1991 Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Finanzen im Bezirksamt Köpenick, seit 1992 Bezirksbürgermeister von Berlin-Köpenick, seit 1.1.2001 Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick und Leiter der Abteilung Personal, Verwaltung, Finanzen und Wirtschaft. Sseit Juni 2002 Landeskassierer der Berliner SPD (wiedergewählt im Juni 2004)


Monika Buttgereit
Nominiert von der KDV Tempelhof-Schöneberg
Ich bin seit 1972 Mitglied der Berliner SPD. Der Schwer-punkt meiner politischen Arbeit ist zurzeit die Bildungs-politik. Ich bin Landesvorsitzende der Arbeitsgemein-schaft für Bildung und Vorsitzende des Fachausschusses Stadt des Wissens. Beruflich bin ich an einer Grundschule in einem sozialen Brennpunkt tätig.
Von 2001 - 2004 vertrat ich den Berliner Landesverband in der Grundsatzprogrammkommission auf Bundesebe-ne. Ich gab dies dann auf, um mich auf die Aufgabe als Vorsitzende der Antragskommission konzentrieren zu können. Da ich aber immer noch sehr stark an der Pro-grammdebatte interessiert bin, möchte ich gern Bundes-delegierte werden und so die Chance erhalten, unser neues Grundsatzprogramm zu beschließen.


Dr. Annette Fugmann-Heesing
Stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner SPD, nominiert von der AsF und der KDV Tempel-hof-Schöneberg.
Ihr kennt mich. Meine politischen Positionen muss ich hier nicht weiter darstellen. Wir haben in den zurücklie-genden Jahren als Regierungspartei auf Landes- und Bundesebene vieles erfolgreich angepackt. Wichtige Themen wie Hartz IV, die Reform des Steuer- und Sozial-systems, die Verbesserung der Bildungs- und Wissen-schaftslandschaft und die Haushaltskonsolidierung müssen und werden wir intensiv weiterbewegen.
Entscheidend ist die Perspektive, die wir als Sozialdemo-kratInnen den Menschen vermitteln können. Wir packen auch schwierige Themen an, um gleiche Chancen auf Bildung, auf Teilhabe am wirtschaftlichen und gesell-schaftlichen Leben und um Generationengerechtigkeit herzustellen.


Regine Koch
Nominiert von der KDV Reinickendorf.
Nach einer erlebnisreichen Zeit bei den Falken trat ich mit 18 Jahren in die SPD ein, deren Mitglied ich nun seit über 45 Jahren bin. In dieser Zeit habe ich in der Partei in den unterschiedlichsten Funktionen gearbeitet, u.a. war ich viele Jahre Abteilungsvorsitzende, Mitglied im Kreisvor-stand, Vorsitzende der ASF-Reinickendorf, war und bin Kreisdelegierte, Landesparteitagsdelegierte und bin Bundesdelegierte der AfA und stellvertretende Vorsitzen-de der AfA Reinickendorf.
Von 1995-1999 gehörte ich der Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus an und habe als Mitglied des Parteira-tes von 1998-2000 auch an Bundesparteitagen teilge-nommen. Während meiner 40jährigen Berufstätigkeit als Leiterin einer Kindertagesstätte im Märkischen Viertel habe ich mich nicht nur für die Belange der Kinder einge-setzt, Meine letzten Berufsjahre arbeitete ich als freige-stellte Personalrätin.
Der tägliche Umgang mit den Menschen in Alltagssituati-onen hat mir einen guten Kenntnisstand über deren Probleme vermittelt, der meine politische Arbeit bis heute beeinflusst.
Seit meiner Berentung arbeite ich u.a. ehrenamtlich als Vorsitzende des "Förderkreis(es) der Jugend- und Famili-enfarm Lübars e.V.". Die Jugendfarm Lübars ermöglicht Stadtkindern aber auch interessierten Jugendlichen und Erwachsenen Einblicke in biologische Abläufe in der Natur.
Auch zukünftig werde ich meine Kraft und mein Engage-ment dafür einsetzen, der Bildung und gemeinsamen Werteerziehung oberste Priorität einzuräumen, die Familien zu stärken. Jeder Jugendliche muss einen qualifizierten Ausbildungsplatz erhalten und somit eine Lebensperspektive bekommen.


Christina Lindenberg
1951 geboren, verheiratet und 5 Kinder. Nominiert von der ASF.
Mathematikerin mit Leib und Seele und seit 2001 freibe-ruflich als Dozentin vor allem in den Bereichen Berufsvor-bereitung und PC-Kurse für Erwachsene tätig.
1995 SPD-Mitglied, seit 1998 Abteilungsvorsitzende, seit 2001 auch stellvertretende ASF-Landesvorsitzende und Beisitzerin im Landesvorstand. In der BVV-Fraktion Treptow-Köpenick bildungspolitische Sprecherin.
Ich arbeite in der AG Parteistrukturreform und im Spre-cherInnenrat der Berliner Linken.
Meine politischen Schwerpunkte: Bildungs- und Frauen-politik. Diese beiden Politikfelder haben viel mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit zu tun, welches ich stärker in der SPD verankert wissen will.


Manuela-Andrea Pohl
Nominiert von der AsF.
Mein Name ist Manuela-Andrea Pohl. Ich bin 31 Jahre alt und verheiratet. Vom Beruf bin ich Diplom-Politologin und arbeite seit 2003 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestagsbüro von Dr. Ditmar Staffelt.
Studiert habe ich Politikwissenschaft mit dem Schwer-punkt "Internationale Politik" am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin sowie in London an der London School of Economic and Political Science.
Seit 2002 bin ich Mitglied der SPD und gehöre dem Kreis Neukölln an. Innerhalb der SPD Neukölln engagiere ich mich als Vorsitzende der ASF und als Kreisdelegierte.
In meiner Freizeit biete ich in unregelmäßigen Abständen unentgeltlich Weiterbildungsseminare für Inhaftierte in der JVA Tegel an.


Mechthild Rawert

47 Jahre, Diplom-Sozialpädagogin, nominiert von der AsF und der KDV Tempelhof-Schöneberg.
Berufliche Kompetenzen in der Jugend- und Erwachse-nenbildung (Haus am Rupenhorn), Geschäftsführerin Sozialdienst kath. Frauen, 10 Jahre Arbeits-, Europa- Beschäftigungs- und Bildungspolitik u.a. in Brüssel; seit März 2004 Zentrale Frauenbeauftragte der Charité- Universitätsmedizin Berlin, d.h. Erfahrungen in betriebli-cher Neuprofilierung einer universitären Wissenschafts- und Gesundheitsorganisation.
Stellvertretende Abteilungsvorsitzende Friedenau, strellv. Kreisvorsitzende Tempelhof-Schöneberg, Landesvorsit-zende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF). Beisitzerin im Landesfrauenrat Berlin e.V.
Auch in der Wissens-, Dienstleistungs- und Informations-gesellschaft brauchen wir gesicherte soziale Strukturen: Flächentarifverträge, mittelfristig auch gesetzlicherseits abgesicherte Mindestlöhne; Sozial- und Qualitätsstan-dards nach deutschem Recht, nicht nach Herkunftsland; verstärkter Abbau von Subventionen; Durchsetzung der Antidiskriminierungsgesetzgebung; Überprüfung der Hartz-IV-Regelungen; Sicherstellung der Gleichstellungs- und Frauenpolitik; Ausbau und Stärkung der Forschungs- und Wissenschaftspolitik; Gesundheitsverbesserung für alle unabhängig vom individuellen Geldbeutel; Einfüh-rung der Bürgerversicherung.


Dr. Nicole Rosin
Nominiert von der KDV Steglitz-Zehlendorf und der AsF.
Ich bin 32 Jahre alt und im Kreis Steglitz-Zehlendorf beheimatet. Von Beruf bin ich Volkswirtin und arbeite als Pressesprecherin im Bundesfinanzministerium. Meine inhaltlichen Schwerpunkte sind Finanzthemen und die Europapolitik. Während meiner Kandidatur bei den Europawahlen als auch kontinuierlich versuche ich über Europa zu informieren, zu begeistern, aber auch auf kritische Entwicklungen aufmerksam zu machen.
Unser neues Grundsatzprogramm soll sich meines Erach-tens deutlich von einem Wahlprogramm unterscheiden, nicht aktuellen Erfordernissen unterliegen, eine klare Definition der Rolle des Staates vornehmen als auch das von uns erwünschte Verhältnis von Nationalstaaten zur EU beschreiben.


Ulrike Sommer
Abteilungsvorsitzende, stellv. Kreisvorsitzende in Spandau. Nominiert von der KDV Spandau.
Die Programmdebatte war ja bislang eher gespenstisch: In jeder Veranstaltung kam als erstes die Frage: "Warum brauchen wir eigentlich ein neues Programm?" Die Antworten drehen sich dann um Globalisierung und Arbeitslosigkeit.
Aber haben wir deshalb auch neue Grundsätze? Wovor haben jene Angst, die den Text erst nach der NRW-Wahl in die Partei geben? Und sich am liebsten den Landespar-teitag geschenkt hätten? Weil wir keine Zeit haben für eine gründliche Debatte? Und kein Geld?
Ich denke, unser Programm kann kurz sein. Wir stehen für Solidarität, Freiheit, Gleichheit und Demokratie.
Und trotz Globalisierung gilt: Wirtschaftliche Macht darf niemals das Recht haben, der Demokratie Grenzen zu setzen. Eine demokratische, solidarische Gesellschaft aber darf wirtschaftliches Handeln bestimmen und den Markt regeln.


Iris Spranger
Stellvertretende Landesvorsitzende, stellvertre-tende Fraktionsvorsitzende. Nominiert von der AsF und der KVV Marzahn-Hellersdorf.
Dieser Bundesparteitag wird sich vorrangig mit der Beschlussfassung eines neuen Grundsatzprogramms befassen. Die Debatte, worin wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die Grundwerte unserer Gesell-schaft sehen und in welche Richtung wir unsere Gesell-schaft entwickeln wollen, werden wir nicht nur bis zu diesem Bundesparteitag führen sondern weit darüber hinaus.
In Zeiten, in der eine wachsende Zahl von Menschen für ihre Freiheit und Würde auf gesellschaftliche Solidarität und staatlichen Ausgleich angewiesen sind, dürfen wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auf keinen Fall vom demokratischen Sozialstaat abrücken. Auch in Zeiten knapper Kassen muss ein moderner Staat den sozialen Zusammenhalt gewährleisten und gleiche Lebenschancen für alle finanzieren. Themen wie z.B. die Einführung einer Ausbildungsplatzumlage und die Schaffung einer gerechteren Vermögens- und Erbschafts-besteuerung bleiben weiter aktuell.
Lasst uns die Diskussion ganz bewusst auch in Berlin öffentlich führen (Landesparteitag, Veranstaltungen in den Kreisen). Die Menschen sollen wissen, was unsere Grundsätze sind. Ich möchte mich aktiv auf dem Bundes-parteitag in die Debatte einbringen.


Dr. Heike Stock
Nominiert von der KDV Charlottenburg-Wilmersdorf.
Ziel meiner Kandidatur ist es, die Berliner SPD auf dem BPT möglichst fundiert und, wenn es sein muss, auch lautstark zu vertreten.
Ich stehe dabei für eine linke, sozialdemokratische Politik im besten Sinne, insbesondere, wenn es um die Grund-werte unserer Politik wie Toleranz und Chancengleichheit geht, die in unserem Grundsatzprogramm weiter veran-kert bleiben müssen. Ich arbeite daher schon lange in der Grundwertekommission meines Kreises und in der Pro-gramm-AG auf Landesebene intensiv mit.
Ich bin seit 1989 SPD-Mitglied und momentan die Vorsit-zende der Kudamm-Abteilung und des Fachausschusses "Natur, Energie, Umweltschutz" und Mitglied der An-tragskommission des LPT.


Rosi Thölken
Nominiert von der AsF und der KDV Mitte.
Ich bin 42 Jahre alt, Stadt- und Regionalplanerin, seit 1991 bin ich im Land Brandburg tätig und dort seit 1998 in der Staatskanzlei. Ich bin seit 1985 Mitglied in der SPD. Seit 2000 bin ich stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD-Mitte. 2001 und 2003 habe ich als Delegierte für die SPD Berlin am BPT teilgenommen.
An der Mitarbeit an unserem Grundsatzprogramm habe ich großes Interesse. Daher wirke ich für den Kreis Mitte in der "Projektgruppe Grundsatzprogramm" auf Landes-ebene mit und möchte gerne am BPT zu unserem Grundsatzprogramm teilnehmen.
Für mich birgt diese Diskussion die Chance, nach innen wie nach außen deutlich zu machen, dass wir als SPD immer noch zu unseren traditionellen Werten stehen.