Wolff, Ida

Geschichte: Personen L-Z

Ida Wolff

geboren 28. 10. 1893, gestorben 17. 11. 1966

Seit dem 25. August 1997 trägt der Platz an der Ecke Stresernann-/Hallesche - und Großbeerenstraße den Namen von Ida Wolff.
Ida Wolff wurde am 28. Oktober 1893 in Brieg, Bezirk Breslau geboren. Ab 1912 engagierte sie sich gewerkschaftlich, dann auch politisch in der SPD. Nach ihrer Ausbildung bei der Arbeiterwohlfahrt wurde sie Fürsorgerin beim Jugendamt. Als engagierte Politikerin wurde sie in den Bezirksvorstand Breslau und in den Parteivorstand der SPD Mittelschlesien gewählt, wurde Stadtverordnete in Brieg und war Provinzial- Landtagsabgeordnete.
Nach dem Reichstagsbrand wurden sie und ihr Mann verhaftet und Verfolgungen ausgesetzt. Mit Hilfe von Freunden gelang es ihr, nach Berlin zu fliehen und der drohenden KZ-Haft zu entkommen. Sie zog nach Kreuzberg. Durch den Krieg verlor sie ihre drei Söhne . Sie war bei der Wiederbegründung der SPD dabei, wurde Frauensekretärin und mietete das erste Kreuzberger Kreisbüro. Mit Louise Schroeder und Franz Neumann half sie auch, die AWO in Berlin wiederzubegründen. Im Dreigespann der Vorsitzenden wurde Ida Wolff die Aufgabe der Geschäftsführenden Vorsitzenden übertragen. Bei den ersten freien Wahlen 1946 wurde sie in die Kreuzberger BVV und in die Stadtverordnetenversammlung von Berlin gewählt. Später war sie Mitglied im Abgeordnetenhaus und gehörte dem SPD- Landesvorstand an.
Ida Wolff sah es als ihre vordringlichste Aufgabe, den sozial Schwachen, den in Not Geratenen zu helfen. Sie war im Bundesvorstand der AWO tätig, und mit ihrem Namen verbinden sich viele soziale Einrichtungen.
Am 17. November 1966 endete das Leben dieser bewundernswerten, mutigen Frau, die in der Öffentlichkeit als "Mutter der Armen" galt.