Wegner, Margarete

Geschichte: Personen L-Z

Margarete Wegner

Margarete Wegner
 

Unsere langjährige Genossin Margarete Wegner ist am 28. April 2004 im Alter von 96 Jahren verstorben.

Margarete Wegner wurde am 28.02.1908 in Berlin geboren und machte eine Lehre zur Schneiderin. 1924 trat sie im Alter von 16 Jahren in die Sozialistische Arbeiterjugend (SAJ) ein und wechselte 1929 zur SPD. Ihrer großen Leidenschaft zur SPD ist sie auch in der Nazizeit treu geblieben. Nach 1945 gehörte sie zum Kreis des Berliner Bundestagsabgeordneten Kurt Mattik. Margarete feierte noch im Dezember 2003 im Kreise der Rudower SPD ihr 80-jähriges Parteijubiläum. Ihrem Wunsch entsprechend nahm der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Schütz diese Ehrung vor. Auch an diesem für sie sichtlich aufregenden Abend überraschte uns Margarete mit ihrer geistigen und körperlichen Frische. Mit Margarete Wegner verlieren wir eine sehr herzliche, in die Zukunft denkende Persönlichkeit. Sie bleibt uns ein Vorbild, dass man trotz vieler politischer und persönlicher Wechselfälle seinen Überzeugungen treu bleiben soll.


Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 27. Mai 2004, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Ostburger Weg in Berlin-Rudow statt.



Gratulation zur 80jährigen Mitgliedschaft 2003

Margarete Wegner feiert am 6. Dezember 2003 im Kreise der Rudower SPD Ihr 80-jähriges Parteijubiläum. Diese außergewöhnliche Ehrung wird der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Schütz vornehmen. Margarete ist inzwischen 95 Jahre alt. Sie kam im Alter von 16 Jahren über das Wandern zur Arbeiterbewegung. Im Jahre 1924 trat sie der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) bei und wechselte 1929 zur SPD. Zwischen 1933 und 1945 war die SPD von den Nazis verbotenen; in Margaretes Mitgliedsbuch aber ist nachzulesen, dass sie nach dem Ende des Nazi-Terrors und dem Neuanfang am 10.8.1945 sofort wieder in die SPD eingetreten ist. Ihrer Leidenschaft zur SPD und auch zum Wandern ist sie treu geblieben. Bis heute unternimmt sie gerne Spaziergänge im Park des Neuköllner Seniorenheims, in das sie vor einem Jahr umgezogen ist. Das Wandern und ihr lebhaftes Interesse am Zeitgeschehen haben sie bis heute jung erhalten.

Rainer Knörr