Stahmer, Ingrid

Geschichte: Personen L-Z

geb. 16.9.1942

 

Ingrid Stahmer wurde 1942 in Mittersill bei Zell am See geboren und machte 1962 Abitur in Bremen. 1964 trat sie in die SPD ein. Nach der Ausbildung zur Sozialarbeiterin war sie von 1966 bis 1971 im Bezirksamt Charlottenburg tätig. 1971 wechselte sie in die Senatsverwaltung für Jugend und Sport und absolvierte 1971 bis 74 berufsbegleitend die Ausbildung zur Trainerin für Gruppendynamik.  Während ihrer Tätigkeit in der Senatsjugendverwaltung  bis 1981 setzt sie sich unter anderem für die Integration ausländischer und behinderter Kinder in den Kindertagesstätten ein.
1978 wurde sie zur Abteilungsvorsitzenden in Charlottenburg gewählt, gehörte dem  Kreisvorstand an, war Landesparteitagsdelegierte. 1981 wurde sie zur Stadträtin für Sozialwesen und stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin gewählt,  1985 und 1989 wurde sie von der Charlottenburger SPD als Spitzenkandidatin für die Wahlen zur BVV nominiert . Bis 1989 blieb sie Stadträtin für Sozialwesen in Charlottenburg. Zwischen 1985 und 1989 war sie zugleich stellvertretende SPD-Landesvorsitzende. Von 1989 bis 1991 gehörte sie als  Bürgermeisterin und Senatorin für Gesundheit und Soziales dem Senat von Walter Momper an, nach der Bildung der Großen Koalition 1991 gab sie das Gesundheitsressort ab, blieb aber Senatorin für Soziales. Im November 1994 übernahm sie zusätzlich das Jugendressort von Thomas Krüger, der zum Bundestagsabgeordneten gewählt wurde. In der internen Urabstimmung der Berliner SPD wurde sie 1995 von den SPD-Mitgliedern zur Spitzenkandidatin gewählt. Sie setzte sich gegen Walter Momper durch. Nach der erneuten Wahlniederlage der SPD wurde sie Senatorin für Schule, Jugend und Sport. 1999 schied sie aus dem Senat aus und zog sich aus der ersten Reihe der Berliner SPD zurück. Seit dem Jahr 2000 arbeitet sie als Gruppendynamikerin.