Seele, Gertrud

Geschichte: Personen L-Z

Britz: Stolperstein für Gertrud Seele

Am 29. November 2012 gegen 11 Uhr wird ein Stolperstein zu Ehren von Gertrud Seele vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Parchimer Allee 75 in Berlin-Britz verlegt.

Gertrud Seele (Jahrgang 1917) entstammte einer sozialdemokratischen Familie und war Mitglied der Falken. Nach 1933 war sie im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv. Die Gestapo verhafteten die junge Mutter 1944 nach einer Denunziation. Wegen „Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung" wurde sie vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 12. Januar 1945 in Plötzensee hingerichtet.

Der Stolperstein wird im Beisein von Familienangehörigen eingelassen. Bei einer kleinen Gedenkveranstaltung direkt nach der Verlegung wird Dr. Hans-Rainer Sandvoß von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand über das Schicksal von Gertrud Seele sprechen.

Der Künstler Gunter Demnig will mit seinem Projekt Stolpersteine an die Opfer der NS-Zeit erinnern; der Stein wurde mit Unterstützung von Marion Goers aus der Abt. Rixdorf initiiert und aus dem Bereich der SPD-Abteilung Hufeisensiedlung gespendet.