Schwarz, Hubert

Geschichte: Personen L-Z

Hubert Schwarz

* 1923

+ 09.04.2004

Hubert Schwarz wurde im Jahre 1923 in Berlin geboren und schloss dort ebenfalls mit dem Abitur im Jahre 1940 die Schule ab. Die fünf Jahre nach seinem Abitur verbrachte er als Soldat, nach dem zweiten Weltkrieg studierte er Pädagogik in Göttingen. 1948 absolvierte er die erste Staatsprüfung für das Lehramt und arbeitete von 1949 bis 1952 als Lehrer, bereits 1949 trat er in den DGB ein. 1954 bestand er die zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Sonderschulen. Bereits hier zeichnete sich sein großes soziales Engagement ab. Im Jahre 1956 wurde er Mitglied der Arbeiterwohlfahrt .e.V. Er wurde Sonderschullehrer in Niedersachsen, ließ sich aber 1958 auf eigenen Wunsch nach Berlin versetzen, im gleichen Jahr trat er in die SPD ein. Dort wurde er bereits 1964 Leiter einer Sonderschule. 1959 vermehrte er seine soziale Arbeit, indem er Mitglied in der Vereinigung "Lebenshilfe für Geistigbehinderte" wurde. Von 1967 bis 1979 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses, sein Schwerpunkt waren Bildungsangelegenheiten. 1968 trat er in die "Vereinigung für Jugendhilfe" ein.
Hubert Schwarz setzte sich sehr stark für Behinderte und speziell für Geistigbehinderte ein, er kämpfte für eine Emanzipation von ihnen in der Gesellschaft. Er suchte nicht das Scheinwerferlicht, wie Walter Momper in seiner Würdigung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus sagte, war ein Abgeordneter in der Mitte der Gesellschaft, der sich dennoch um diejenigen am Rande von ihr kümmerte.
Hubert Schwarz ist am neunten April 2004 im Alter von 81 Jahren verstorben.

Felix Christl