Schütz, Klaus

Geschichte: Personen L-Z

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geboren am 17. September 1926 in Heidelberg, gest. am 29. November 2012 in Berlin

 

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Klaus Schütz, Landesvorsitzender der Berliner SPD von 1968 bis 1977 und Regierender Bürgermeister der Stadt Berlin (1967-1977) ist am 29. November 2012 im Alter von 86 Jahren verstorben.

Jan Stöß, Landesvorsitzender der Berliner SPD zum Tode Schütz‘: „Mit Klaus Schütz verliert Berlin und die Berliner SPD einen klugen Kopf und warmherzigen Menschen. Er prägte diese Stadt durch seine innen- und außenpolitische Weitsicht und sein herausragendes politisches Gespür für die Bedürfnisse der Berlinerinnen und Berliner. Es war sein kommunikatives Geschick, das Konflikte und parteiinterne Auseinandersetzungen befrieden konnte und seine Konsequenz, die bis heute beeindruckt. Wir werden Klaus Schütz sehr vermissen!“

"Klaus Schütz folgte Willy Brandt im Jahr 1953 als Kreisvorsitzender Wilmersdorfs. Schon als Jungsozialist und später als Mitglied des Landesvorstands prägte er die Geschicke des Kreises und Berlins entscheidend mit und nahm auch in den letzten Jahren noch regelmäßig aktiv am Parteileben teil. Wir trauern um diesen aufrechten Sozialdemokraten und möchten seiner Familie und seinen Freunden unser Mitgefühl und Beileid ausdrücken", so Christian Gaebler, Vorsitzender des Kreises Charlottenburg-Wilmersdorf und Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Klaus Schütz war ein Kind seiner Zeit. Nachhaltig geprägt von den eigenen Erlebnissen als junger Mann im Krieg imponierte ihm die Berliner SPD. Auch, so sagte er, weil sie sich klar gegen die KPD stellte. Er betonte stets bescheiden, dass sich vieles für ihn leichthändig fügte und doch war er es, der durch seine politische Arbeit als Vorsitzender der Berliner Jungsozialisten, als Kreisvorsitzender der Wilmersdorfer SPD und später als Abgeordneter des Abgeordnetenhauses und Bundestags überzeugte. Mit Willy Brandt war er eng verbunden. Die gemeinsamen Sonntagsspaziergänge um den Schlachtensee waren ein festes Ritual. Nach seiner Zeit als Regierender Bürgermeister von 1967 bis 1977 und als Landesvorsitzender der Berliner SPD (1968-1977) vertrat er die Bundesrepublik Deutschland vier Jahre lang als Botschafter in Israel. 1981 bis 1988 war er Intendant der Deutschen Welle, von 1988 bis 1992 Direktor der Landesanstalt für Rundfunk in Nordrhein-Westfalen. Später leitete er als Präsident die Geschicke des Berliner Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes.