Schilkin, Sergei

Geschichte: Personen L-Z

Sergei Schilkin

Sergei Apollonowitsch Schilkin
geb. 27. Dezember 1915 in Petrograd; gest. 18. Juli 2007 in Berlin

Sergei Schilkin wurde 1915 als Sohn des Petersburger Spirituosenfabrikanten und Hoflieferanten Apollon Fredrowitsch Schilkin geboren, 1921 emigrierte die Familie aus politischen Gründen nach Deutschland. 1932 nahm die Familie die Spirituosenfabrikation in Alt-Kaulsdorf wieder auf.

Sergei Schilkin studierte 1938 an der damaligen Technischen Hochschule Berlin Maschinenbau und und wurde 1944 Leiter des Instituts für Schweißtechnik der TH. Nach dem Krieg baute er die weitgehend zerstörte elterliche Fabrik in Kaulsdorf wieder auf, gründete 1948 die Schilkin KG. 1972 wurde das Familienunternehmen enteignet und in den VEB SCHILKIN überführt. Sergei Schilkin konnte allerdings den Betrieb bis zu seiner Pensionierung 1981 als Betriebsdirektor weiterführen. Im Juni 1990 wurde die Firma reprivatisiert, mit 75 Jahren wurde Sergei Schilkin wieder Eigentümer seiner Firma. 1992 übernahm der Schwiegersohn die Leitung des Familienunternehmens.

Sergei Schilkin engagierte sich nach der Wende in der SPD Marzahn-Hellersdorf, er unterstützte als Förderer den Tierpark. Die Beisetzung erfolgt am 31. August auf dem Friedhof Kaulsdorf. U.H.



SPD trauert um Sergei Schilkin

Am 18. Juli 2007 starb Sergei Schilkin im Alter von 91 Jahren. Mit ihm verliert der Kreisverband Marzahn-Hellersdorf eines seiner ältesten und langjährigen Mitglieder.
Sergei Schilkin war nicht nur ein bekanntes Mitglied unseres Kreisverbands, er war als Persönlichkeit des Hellersdorfer Wirtschaftslebens weit über den Bezirk und über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt geworden.
Mit der Gründung der Schilkinstiftung machte er Teile seines Privatvermögens auch für gesellschaftliche Anliegen nutzbar. Das wichtigste und weithin sichtbare Ergebnis seines Engagements ist die wieder erstandene Turmspitze auf der Kaulsdorfer Dorfkirche.
Wir gedenken Sergei Schilkin in Ehrfurcht und werden sein Andenken in Ehren bewahren.

Christiane Uhlich