Sauberzweig, Dieter

Geschichte: Personen L-Z

Dieter Sauberzweig

geboren am 17.11.1925, verstorben am 28.12.2005

Nachruf

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat mit großer Trauer die Nachricht vom Tode des früheren Berliner Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Prof. Dr. Dieter Sauberzweig, zur Kenntnis genommen. Dieter Sauberzweig, am 17. November 1925 geboren, war am 28. Dezember 2005 verstorben.
Wowereit: "Noch im November, aus Anlass seines 80. Geburtstags, hatten wir gehofft, dass Dieter Sauberzweig wieder zu Kräften kommen würde. Nun müssen wir Abschied nehmen von einem Politiker und Menschen, der als Kultursenator und Kurator des Hauptstadtkulturfonds sowie in seinen zahlreichen anderen Funktionen so unendlich viel für unsere Stadt geleistet hat und der sich durch seinen Sachverstand und seine Bildung unter den Künstlerinnen und Künstlern, aber auch über alle Partei-grenzen hinweg in der Politik großen Respekt erworben hat. Berlin trauert um einen Politiker, den Offenheit und Neugierde auszeichneten und der die Gabe hatte, als Vermittler zwischen Kultur und Politik zu fungieren. Unser Mitgefühl gilt Dieter Sauberzweigs Frau und seiner Tochter."
Sauberzweig war von 1977 bis 1981 Senator für Kulturelle Angelegenheiten. Anschließend gehörte er bis 1985 der SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses an. Von 1981 bis 1991 leitete er das Deutsche Institut für Urbanistik in Berlin. Von 1999 an war er fünf Jahre lang Kurator des Hauptstadtkulturfonds. Er ist Träger des Verdienstordens des Landes Berlin. Klaus Wowereit hatte ihm die Auszeichnung am 1. Oktober 2001 verliehen.
"Wenn ich nach einem Schwerpunkt in meinem Lebensweg frage, so ist es die Arbeit für die Städte", sagte Dieter Sauberzweig. "Sie ist für mich die interessanteste Aufgabe in Verwaltung und Politik, weil sie die Nähe zur Sache und die Nähe zum Bürger auszeichnet, zu den Menschen, denen letztlich alle Politik dienen soll. Andere Ebenen mögen ›höher‹ und damit ›wichtiger‹ erscheinen, aber sie sind zugleich ferner von der zu gestaltenden Wirklichkeit."

aus: Berliner Stimme, 7.1.2006