Sarrazin, Dr. Thilo

Geschichte: Personen L-Z

Dr. Thilo Sarrazin

 

Geb. am 12. Februar 1945 in Gera/Thüringen
Verheiratet mit Ursula Sarrazin, geb. Breit, 2 Söhne 

Februar 1965:
Abitur am altsprachlichen Gymnasium Petrinum in Recklinghausen/Westfalen
April 1965 bis März 1967: Wehrdienst
Mai 1967 bis Oktober 1971:
Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. Abschluss als Diplomvolkswirt, Note "sehr gut".
November 1971 bis Oktober 1973:
Assistent an1 Institut für Industrie- und Verkehrspolitik der Universität Bonn. Promotion zum Dr. rer pol., Note "magna cum laude".
November 1973 bis Dezember 1974:
Wissenschaftlicher Angestellter der Friedlich Ebert-Stiftung in Bonn; Sekretär der Kommission Orientierungsrahmen '85 ("SPD-Langzeitkommission")
Januar 1975 bis Januar 1978:
Bundesministerium der Finanzen. Referent im Referat "Finanzwirtschaftliche Fragen der gewerblichen Wirtschaft.. .Von April bis Oktober 1977 Abordnung zum Internationalen Währungsfonds in Washington
Februar 1978 bis März 1981:
Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Leiter des Referats "Kommunikation und Verbindung zu den autonomen Gruppen"
April 1981 bis Mai 1991:
Bundesministerium der Finanzen. dort folgende Funktionen:
- Leiter des Referats "Finanzwirtschaftliche Fragen der Sozia1politik (bis September 1981)
Leiter des Ministerbüros (bis Oktober 1982)
Leiter des Referats "Finanzfragen des Verkehrs, Verkehrsbeteiligungen, Bundesbahn, Bundespost'. (bis Juli 1989)
Leiter des Referats "Nationale Wahrungsfragen" und der abteilungsübergreifenden Arbeitsgruppe "innerdeutsche Beziehungen" (bis September 1990)
Leiter der Unterabteilung "Treuhandanstalt, Rechts- und Fachaufsicht" (bis Mai 1991)
Mai 1991 bis Februar 1997:
Staatssekretär des Ministeriums für Finanzen, Rheinland-Pfalz
März 1997 bis Februar 2000:
Vorsitzender der Geschäftsführung der TLG Treuhandliegenschaftsgesellschaft mbH, Berlin
Mai 2000 bis Dezember 2001
Deutsche Bahn AG, dort folgende Funktionen:
Leiter der Konzernrevision (bis Juli 2000)
Mitglied des Vorstandes der OB Netz AG, zuständig für Infrastrukturplanung, Finanzierung und Baumanagement (seit August 2000)
vom 17. Januar 2002 bis April 2009 Senator für Finanzen

von Mai 2009 bis 1. Oktober 2010 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank

Seine Buchveröffentlichung "Deutschland schafft sich ab" stieß 2010 auf heftige Kritik innerhalb wie außerhalb der SPD. Ein eingeleitetes Parteiordnungsverfahren führte aber nicht zum Ausschluss.


Zahlreiche Veröffentlichungen zu wirtschafts-, finanz- und wohnungspolitischen Fragen , u.a.: "Der Euro - Chance oder Abenteuer", 3. Auflage 1998