Ernst Reuter - Zeittafel

Geschichte: Personen L-Z

Ernst Reuter - Zeittafel

Berlin in der Zeit Ernst Reuters

 

1946
  • Reuter kehrt nach Berlin zurück und übernimmt das Verkehrsdezernat

1947

 

24.Juni 1947   

  • Ernst Reuter wird mit Stimmen von SPD, CDU und LPD zum Oberbürgermeister von Berlin gewählt

      10.Juli 1947

  • die Wahl Reuters wird auf Betreiben der Sowjetunion von der Alliierten Hohen Kommandantur Berlin nicht bestätigt, Louise Schroeder (SPD) und Ferdinand Friedensburg (CDU) übernehmen die Leitung der Stadtverwaltung

 

1948

 

24.Juni 1948

  • die UdSSR sperrt wegen "technischer Störungen" die Land- und Wasserwege zwischen West-Berlin und West-Deutschland

 

25.Juni 1948

  • die Versorgung Berlins durch die Luftbrücke beginnt

 

9.September 1948

  • auf dem Platz der Republik vor dem Reichstag versammeln sich mehr als 350.000 Menschen zur größten Kundgebung seit Kriegsende

 

5.Dezember

  • in Westsektoren Berlins wird eine neue Stadtverordnung gewählt
  • bei einer Wahlbeteiligung von 86,3% erhält die SPD mit 64,5% die absolute Mehrheit

 

7.Dezember 1948

  • in einer außerordentlichen Sitzung wählt die Stadtverordnetenversammlung von Groß-Berlin Ernst Reuter einstimmig zum Oberbürgermeister der Stadt

 

1949

18. Januar 1949

  • auf Antrag Ernst Reuters wird der Magistrat der Stadt vorläufig auf 15 Mitglieder beschränkt und von den Stadtverordneten der deri Westsektoren einstimmig gewählt
  • der Magistrat wird weiterhin als große Koalition der drei demokratischen Parteien SPD, CDU und LDP geführt

 

April 1949

  • der Bizonen-Wirtschaftsrat beschließt wegen der Berlin-Blockade das sogenannte Notopfer Berlin, eine zusätzliche Zwei-Pfennig-Marke für jede Postsache und Lohnanweisung

 

12.Mai 1949

  • mit dem Inkrafttreten des Jessup-Malik-Abkommens zwischen den USA und UdSSR endet um 0.01Uhr die Berlin-Blockade
  • Flugzeuge der Luftbrücke fliegen Berlin noch bis zum 30.September an

 

14.Mai 1949

  • die westlichen Stadtkommandanten verkünden das "Kleine Besatzungsstatut", danach erhält die Stadt die "volle, gesetzgeberische, vollziehende und gerichtliche Gewalt", allerdings "unter dem ausschließlichen Vorbehalt" einer Reihe von Einschränkungen

 

23.Mai 1949

  • Verkündung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland mit einem Sonderstatus für Berlin
  • die Westalliierten stimmen einer Aufnahme Berlins in die Bundesrepublik nicht zu

 

31.Oktober 1949

  • Bundespräsident Heuss macht seinen ersten offiziellen Berlin-Besuch und spricht vor 200.000 Berlinern auf dem Platz vor dem Rathaus in Schöneberg
  • Heuss betont in seiner Rede die enge Verbundenheit Berlins mit West-Deutschland
  • Ernst Reuter verleiht ihm das Ehrenbürgerrecht der Stadt

 

1950

14.  März 1950

  • die Bundesregierung erklärt Berlin zum Notstandsgebiet, somit erhält Berlin Wirtschaftshilfe

 

28.März 1950

  • Vertreter der amerikanischen Besatzungsmacht, der Bundesregierung und des Magistrats beschließen ein Notstandsprogramm für Berlin
  • dies sieht vor allem Maßnahmen zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsbelebung vor

 

20.April 1950

  • die Stadtverordnetenversammlung richtet an die Alliierten die Bitte, freie Wahlen in Groß-Berlin zu genehmigen

 

1.Mai 1950

  • unter dem Motto "gegen Einheit in Ketten, für Frieden und Freiheit" findet auf dem Platz der Republik die bisher größte politische Kunggebung statt
  • in seiner Rede betont Reuter die Bedeutung des Freiheitskampfes der Berliner für die freie Welt und gibt der Hoffnung auf Wiedervereinigung Deutschlands und Berlins Ausdruck

 

1.Oktober 1950

  • in West- Berlin tritt eine neue Verfassung in Kraft
  • sieht die Wahl eines Abgeordnetenhauses vor, das wiederum einen Senat mit einem Regierenden Bürgermeister an seiner Spitze wählt
  • die neue Verfassung löst die von den Allierten ausgearbeitete Verfassung aus dem Jahr 1946 ab

 

3.Dezember 1950

  • in West-Berlin finden erstmals Wahlen zum Abgeordnetenhaus statt
  • die Wahlbeteiligung beträgt 90,4%, auf die SPD entfallen 44,7% der Stimmen, die SPD verliert damit die absolute Mehrheit

 

1951

 

18.Januar 1951

  • Ernst Reuter, bisher Oberbürgermeister von Berlin, wird vom Berliner Abgeordnetenhaus zum ersten Regierenden Bürgermeister gewählt

 

10.Juli 1951

  • Ernst Reuter enthüllt das Luftbrückendenkmal auf dem Platz der Luftbrücke voe dem Flughafen Tempelhof

 

18.November 1951

  • um die Verbindung mit den Menschen in Berlin und im anderen Teil Deutschlands lebendig zu halten, beginnt Reuter mit der Sendereihe im RIAS "Wo uns der Schuh drückt"

 

8.Dezember 1951

  • in einer Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in Paris warnt Ernst Reutervor den Bestrebungen der UdSSR die Teilung Berlins zu verewigen
13.Dezember 1951
  • der Bundestag beschließt die Erhöhung der Zahl der Berliner Bundestagsabgeordneten von acht auf 19 und die finanzielle Gleichstellung des Landes Berlins mit den übrigen Bundesländern
 
1952

 

26.Mai 1952

  • Unterzeichnung des Deutschlandvertrages in Bonn durch die Außenminister der Westmächte und Bundeskanzler Adenauer
  • hebt das alliierte Besatzungsstatut auf und macht die BRD zu einem souveränen Staat
  • der DDR-Ministerrat kündigt die Absperrung der Grenze zur Bundesrepublik an, zwar bleibt die Sektorengrenze zwischen Ost und West weiterhin offen, aber in und um Berlin veranlaßt die DDR eine Reihe von Maßnahmen gegen die Stadt

 

1953

 

23.Juni 1953

  • vor dem Rathaus Schöneberg findet eine Trauerkundgebung für die Opfer des Aufstandes vom 17.Juni statt
  • 125.000 Berliner beteiligen sich
  • Reuter nennt in seiner Rede den Aufstand "das größte Ereignis in der Geschichte, das wir seit langem erlebt haben"

 

29.September 1953

  • Ernst Reuter stirbt mit 64 Jahren an den Folgen einer akuten Bronchitis

 

1.Oktober 1953

  • das Berliner Abgeordnetenhaus tritt zu einer Trauerfeier zusammen

 

2.Oktober 1953

  • Hunderttausende Berliner ziehen am Rathaus Schöneberg zusammen, um Ernst Reuter die letzte Ehre zu erweisen

 

Recherche: Juliana Gralak