Nau, Alfred

Geschichte: Personen L-Z

Alfred Nau

geboren 21. November 1906 in Barmen (heute Teil von  Wuppertal)

gestorben 18. Mai 1983 in Bonn

 

langjähriger Kassierer der Bundes-SPD,

wesentlicher Organisator der Friedrich-Ebert-Stiftung nach 1945,

Ehrenpräsident der Sozialistischen Internationale

Ab 1922 war Nau Mitglied der SAJ, ab 1925 Mitglied der SPD.

Nach einer Ausbildung zum  Versicherungskaufmann begann Nau 1928 als Volontär beim Parteivorstand in Berlin und wurde 1929 Assistent des Hauptkassierers Konrad Ludwig und später seines Nachfolgers Siegmund Crummenerl.

1933 floh Nau für kurze Zeit in die Tschechoslowakei, arbeitete nach der Rückkehr als Bezirksvertreter einer Versicherung und nutzte seine ausgedehnten Reisen, um den Kontakt in einem Widerstandnetzwerk aufrecht zu erhalten. Er wurde deswegen 14-mal von der Gestapo verhaftet und saß 1935/36 14 Monate in Untersuchungshaft, bevor er aus Mangel an Beweisen freigesprochen werden musste. Von 1942 bis 1945 war er Soldat.

1946 wurde Nau als Parteikassierer in den Bundesvorstand der SPD gewählt. Für die Finanzen der SPD blieb er  - später  als Schatzmeister - bis 1975 zuständig. Dabei gab es auch schwere Zeiten Anfang der siebziger Jahre steckten die SPD und der ihr zugehörige Unternehmensbereich in einer tiefen Finanzkrise. 1973 erfolgte Naus Wiederwahl als Schatzmeister auf dem Bundesparteitag daher erst nach Interventions Brandts im 2. Wahlgang.  Nau leitete viele Jahre lang bis zu seinem Tod die Friedrich-Ebert-Stiftung und setzte sich persönlich maßgeblich dafür ein, das Archiv der sozialen Demokratie zu gründen.

(mit Wikipedia)