Lowka, Edith

Geschichte: Personen L-Z

Edith Lowka

geboren am 13. August 1916 in Berlin
bis 1933 in der Sozialistischen Arbeiterjugend
1950 bis 1954 Bezirksverordnete in Tiergarten
1954 bis 1977 Mitglied des Abgeordnetenhauses
1959 bis 1963 stellvertretende Präsidentin des Abgeordnetenhauses
gestorben am 7. Oktober 1989 in Walsrode

Edith Lowka 50 Jahre

Wer sich im politischen Leben umsieht, stellt immer wieder fest, daß die Zahl der Frauen, die sich in mittleren und höheren Funktionen betätigen, recht gering ist. Von diesem bescheidenen Anteil vermögen es nur wenige Frauen, sich durchzusetzen, um mit an den Schalthebeln der Politik für das Allgemeinwohl zu wirken. Zu ihnen gehört die Vorsitzende des Hauptausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses, Edith Lowka. Wir gratulieren mit besonderer Herzlichkeit.

Seit 1961 ist Edith Lowka Vorsitzende des Hauptausschusses. In etwa 250 Sitzungen sind seither unter ihrem Vorsitz Haushaltsfragen beraten und verabschiedet worden. Alljährlich erstattet sie für den Hauptausschuß den Bericht über den Etat des Landes Berlin. Sie überrascht immer wieder ihre Zuhörer durch ihre große Sachkenntnis, ihr nüchternes Urteil und ihren Fleiß.

Edith Lowka ist außerdem hervorgetreten als stellvertretende Präsidentin des Abgeordnetenhauses und seit 1963 als Mitglied des Präsidiums.

Unser Geburtstagskind wurde am 13. August 1916 in Berlin geboren. Von Beruf aus ist sie Drogistin. Die ersten politischen Sporen verdiente sie sich vor 1933 in der sozialistischen Arbeiterjugend Groß-Berlins (SAJ). 1945 stellte sie sich der Tiergartener Kreisorganisation zur Mitarbeit zur Verfügung. Von 1950 bis 1954 war sie Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Tiergarten.

Mehrere Jahre war sie in Tiergarten Abteilungsvorsitzende. Seit 16 Jahren arbeitet sie ehrenamtlich als Mitglied einer Sozialkommission. Ihre stille Liebe gehört dem Wassersport. Als Vorsitzende des Beirates der Deutschen Klassenlotterie nimmt sie in hervorragendem Maße Anteil an der Ausschüttung der Mittel für gemeinnützige Einrichtungen und für Zwecke der öffentlichen Hand, wenn hierfür Haushaltsmittel nicht zur Verfügung gestellt werden können.

Fritz Piefke in der Berliner Stimme vom 13. August 1966, Nr. 33/16

Recherche: Gilbert Dietrich