Holzhüter, Ingrid

Geschichte: Personen A-K

Ingrid Holzhüter

porträt Ingrid Holzhüter
 

Geboren am 12. November 1936 in Berlin-Kreuzberg;

gestorben am 25. September 2009

 

evangelisch; verheiratet, ein Kind und einen Ziehsohn.

Grundschule, Eckner-Gymnasium.
Pestalozzi-Fröbel-Haus, Staatsexamen als Hauswirtschaftsleiterin (diverse Praktika), zuletzt Spielwarenfachkauffrau im Einzelhandel.

Mitglied der SPD seit 1975
1978 bis 1987 Kreisvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)
1988 bis 1990 Landesvorsitzende der ASF Berlin
1987 bis 1994 Mitglied im ASF-Bundesvorstand; Mitglied des SPD Landesvorstandes Berlin
1981 bis 1985 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Berlin-Tempelhof
1985 bis 1994 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses
1994 bis 2002 Mitglied des Bundestages; Schriftführerin a.D.; ordentliches Mitglied im Ausschuss für Angelegenheiten der Neuen Länder, Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Sportausschuss
Abteilungsvorsitzende in Tempelhof-Schöneberg - Mariendorf Nord, Kreis- und Landesparteitagsdelegierte, Mitglied des Kreisvorstandes

Mitglied in der Arbeiterwohlfahrt, im Marie-Schlei-Verein, bei Greenpeace, beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., beim Tempelhofer Schulförderverein “Hungerharke”, beim Förderkreis für das Jugendfreizeitheim Mariendorf e. V., Gründungsmitglied des SV Blau-Weiß Berlin, Mitglied des MSV Mariendorfer Sportverein 06, Stern Britz e. V. und Freiwillige Feuerwehr Engelshütt/Lam., Vorstandsvorsitzende des Europäischen Integrationszentrums EIZ e.V., Unterstützerin - aktiv - von Lesewelt e.V., Mitglied in Berliner Menschenrechtsgruppe, Mitglied der Frauengruppe der Kolonie Alpental/Tempelhof

 

Michael Müller: Einsatz für Gerechtigkeit und Solidarität

Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller,
erklärt zum Tod der langjährigen SPD-Abgeordneten Ingrid Holzhüter:
"Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht von Ingrid Holzhüters Tod aufgenommen. Ingrid Holzhüter verstarb am vergangenen Freitag im Alter von 72 Jahren.
Sie hat sich immer für Gerechtigkeit und Solidarität eingesetzt. Ingrid
Holzhüter war eine warmherzige, pragmatische Persönlichkeit, die stets ein offenes Ohr für Probleme anderer hatte. Ihr großes politisches Engagement für die Berlinerinnen und Berliner und ihre moralische Integrität werden uns immer in Erinnerung bleiben."
Im Abgeordnetenhaus war Ingrid Holzhüter über Jahre hinweg frauenpolitische Sprecherin und Leiterin der Gleichstellungsstelle der SPDFraktion.
"Gerade in der Frauenpolitik war Ingrid Holzhüter Vorkämpferin und
hat mit großer Kraft und großem Einsatz viel erreicht“, sagt Müller.
Ingrid Holzhüter war von 1985 bis 1994 Mitglied der SPD-Fraktion des
Abgeordnetenhauses, von 1994 bis 2002 gehörte die Tempelhoferin dem Deutschen Bundestag an.

 

Trauer um Ingrid Holzhüter

 

Im Alter von 72 Jahren ist am 25. September die frühere Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Holzhüter verstorben. Nach ihrem Eintritt in die SPD 1975 engagierte sie sich in der Kommunalpolitik und in der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF). Von 1978 bis 1987 war sie Kreisvorsitzende der ASF in Tempelhof, von 1988 bis 1990 Landesvorsitzende der ASF Berlin. von 1987 bis 1994 war sie Mitglied im ASF-Bundesvorstand und Mitglied des SPD Landesvorstandes Berlin.

Vier Jahre lang engagierte sie sich in der Tempelhofer Bezirkspolitik, 1985 wurde sie das erste Mal ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Sie wurde frauenpolitische Sprecherin und leitete mit großem Engagement die Gleichstellungsstelle der SPD-Fraktion, die ein Beratungsangebot für Frauen machte und sich gegen Diskriminierung in allen Bereichen einsetzte.1994 wechselte sie vom Berliner Abgeordnetenhaus in den Deutschen Bundestag, dem sie acht Jahre lang angehörte

Als Tempelhofer Abgeordnete hielt sie engen Kontakt zu Sportvereinen und Kleingärtnern, sie setzte sich für Schulen und Jugendeinrichtungen im Bezirk ein, war Fördermitglied von Vereinen und sozialen Organisationen. Sie wollte keine abgehobene Politik machen, sondern nah bei den Menschen sein, die sie aus ihrer früheren Tätigkeit als Spielwarenfachverkäuferin mit ihren Alltagssorgen und Hoffnungen gut kannte und mit denen sie als Abgeordnete im Gespräch blieb, bei Kaffeetafeln mit Backwettbewerben oder bei politischen Diskussionen.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag engagierte sie sich weiter für Menschenrechte, ein besonderes Anliegen war ihr dabei die Unterstützung der Opposition im Iran. U.H.