Grigers, Herbert

Geschichte: Personen A-K

Herbert Grigers

geboren 25.2.1928 in Gleiwitz/Oberschlesien,
1970-1981 Bezirksbürgermeister von Reinickendorf,
gestorben am 22. Mai 1983 in Berlin

Zum 20. Todestag 2003

Am 22. Mai 2003 jährte sich zum 20. Mal der Todestag des Sozialdemokraten und langjährigen Reinickendorfer Bezirksbürgermeisters Herbert Grigers. In den Jahren 1970 bis 1981 führte er die Geschicke des Bezirks Reinickendorf.
Zuvor trug Herbert Grigers kommunalpolitische Verantwortung als Baustadtrat in Charlottenburg. Für Detlef Dzembritzki,, dem Nachfolger im Amt des Bezirksbürgermeisters, war Herbert Grigers „ein äußerst beliebter und anerkannter Politiker. Bürgernah und pragmatisch zupackend ging er die Probleme an. Er sorgte für eine ausgewogene Entwicklung zwischen den verschiedenen Ortsteilen des Bezirks und pflegte die partnerschaftlichen Kontakte, u.a. auch nach Greenwich (Großbritannien) und Antony (Frankreich) und entwickelte in schwieriger Zeit eine Freundschaft zu der israelischen Stadt Kyriat Ata.“
Herbert Grigers Name bleibt mit vielen Errungenschaften in Reinickendorf fest verbunden: Hierzu zählen der Ausbau des Märkischen Viertels, der ‚behutsame’ Autobahnbau durch Reinickendorf nach Heiligensee, wie die Entscheidung für die internationale Bauausstellung am Tegeler Hafen, sowie die Rettung des Tegeler Sees’ vor dem Umkippen’. – Mit einer aufrüttelnden Pressekonferenz auf einem Schiff mitten auf dem Tegeler See überzeugte er mit Laboruntersuchungen und persönlichem Engagement nicht nur die Berliner Journalisten, sondern auch die Berliner Landespolitiker, von der Notwendigkeit des Handelns. Die Phosphateliminationsanlage am Tegeler Hafen wurde gebaut und die Wasserqualität eines unserer großen Gewässer und Trinkwasserreservats ist stetig besser geworden. „Die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer“, so Detlef Dzembritzki, „hatten mit Herbert Grigers einen hervorragenden Bürgermeister.“
(Berliner Stimme, 23.5.2003)