Gniffke, Erich W.

Geschichte: Personen A-K

Erich W. Gniffke

Erich W. Gniffke
 

geboren 14.2.1895 in Elbing, Sohn eines Arbeiters.
kaufmännische Lehre, Korrespondent, Prokurist und bis 1926 Mitinhaber einer Exportfirma. Er schloß sich 1913 der SPD an, Er war an
führender Stelle in der Freien Angestelltengewerkschaft - ab 1926 als Sekretär des Allgemeinen Freien Angestelltenbundes in Braunschweig - und im SPD-Parteivorstand tätig.
Ab 1933 Inhaber eines Generalvertriebs für Herde und aktiv im sozialdemokratischen Widerstand.
Persönliche Freundschaft verband ihn mit Otto Grotewohl, von den Nationalsozialisten mehrfach in "Schutz-" und Unterstuchungshaft (1938/39) genommen, stand er bis Kriegsende unter Polizeiaufsicht.
Er gehörte zu den Mitbegründern der SPD in Berlin, 1945 war er dritter Vorsitzender des Zentralausschusses, mit Entschiedenheit
kämpfte er - gemeinsam mit Grotewohl und gegen Kurt Schumacher - für die Vereinigung von KPD und SPD. Er gehörte dem 1. Zentralsekretariat der SED an. 1948 floh er in den Westen, wo er wieder der SPD beitrat. Nach seinem Tod am 4.9. 1964 in Bad Kissingen sind 1966 seine Erinnerungen "Jahre mit Ulbricht" erschienen.

Recherche: U. Horb