Glotz, Peter

Geschichte: Personen A-K

Peter Glotz

Peter Glotz
 

geb 6. März 1939 in Eger;
gest. 25. August 2005 in Zürich
Publizist und Medienwissenschaftler.

1971-77 Mitglied des Deutschen Bundestages
1974 bis 1977 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Bildung und Forschung, 
16. Mai 1977 bis 11. Juni 1981 Senator für Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin, zunächst im Senat von Dietrich Stobbe, nach dessen Rücktritt im Senat von Hans-Jochen Vogel 
1981 bis 1987 Bundesgeschäftsführer der SPD als Nachfolger von Egon Bahr
2000 bis 2003 Professor an der Universität St. Gallen.

 

Berliner SPD trauert

Der SPD Landesverband trauert um Peter Glotz. Der lehemalige Berliner Wissenschaftssenator und SPD-Bundesgeschäftsführer verstarb am 25. August 2005 im Alter von 66 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit im Universitätsspital Zürich.
Glotz war einer der wenigen Intellektuellen die auch außerhalb der Partei unangefochten waren. Er war ein Querdenker, der auch unangenehme Themen ansprach. Peter Glotz wird uns fehlen. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Felicitas Walch und seinem Sohn, die ihn bis zuletzt begleiteten.

Michael Müller, SPD-Landesvorsitzender, zum Tod von Peter Glotz

Zum Tod des ehemaligen Senators für Wissenschaft und Forschung, Dr. Peter Glotz, erklärt der Vorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller: „Die Berliner SPD trauert um Peter Glotz. In seiner 44 jährigen Parteimitgliedschaft hat er viel für Berlin, die Berliner und die deutsche Sozialdemokratie geleistet. Als Senator für Wissenschaft und Forschung gehörte er zu den herausragenden Persönlichkeiten im Kabinett des damaligen Regierenden Bürgermeisters Dietrich Stobbe. Die Berliner Hochschul- und Wissenschaftslandschaft hat ihm viel zu verdanken.

Sein kritischer und kreativer Geist hat ihn immer wieder zum Initiator wichtiger Debatten gemacht. In parteiinternen und öffentlichen Diskussionen war Peter Glotz immer ein konstruktiver Partner und half der SPD, zu zentralen politischen und gesellschaftlichen Fragen eine Linie zu finden. Besonders als engagierter sozialdemokratischer Quer- und Vordenker werden wir Peter Glotz deshalb schmerzlich vermissen.“


Erklärung von Franz Müntefering zum Tod von Peter Glotz

„Die Deutsche Sozialdemokratie trauert um Peter Glotz“, erklärte Franz Müntefering zum Tod des am Donnerstag verstorbenen Peter Glotz. „Unser Mitgefühl gilt seiner Witwe und seinem kleinen Sohn ." 
Der SPD-Parteivorsitzende zeigte sich beeindruckt vom Lebenswerk des SPD-Politikers Professor Dr. Peter Glotz, der 44 Jahre Sozialdemokrat war, unter anderem langjähriger Bundesgeschäftsführer bei Willy Brandt und Bundestagsabgeordneter. „Er verband politische Leidenschaft mit Intellektualität. Er hat Wissenschaft in politische und gesellschaftliche Praxis übersetzt und umgekehrt. Er blieb dabei Politiker und verharrte nicht in der  ´reinen Lehre´", erklärte Franz Müntefering. Der SPD-Parteivorsitzende verwies auf die zahlreichen lebendigen und fruchtbaren Diskussionen, die Peter Glotz unter anderem als Herausgeber der Neuen Gesellschaft/Frankfurter Hefte angestoßen und eine Richtung gegeben habe.

“Sein kritischer Geist und seine wache Aufmerksamkeit seiner Partei gegenüber werden uns sehr fehlen. Peter Glotz ist zu früh von uns gegangen, sein Andenken werden wir in Ehren halten“, sagte Franz Müntefering stellvertretend für die SPD.